Logistik-Dienstleister hat Tagungshaus in Hülsa übernommen

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Wurde verkauft: das Assa-von-Kram-Haus in Hülsa. Ein Logistik-Dienstleister aus Potsdam nutzt das Haus als Übernachtungsmöglichkeit für seine Mitarbeiter.

Hülsa. In das Assa-von-Kram-Haus ist wieder Leben eingekehrt. Nachdem das Tagungshaus der Bundeswehr Ende vergangenen Jahres geschlossen wurde, gibt es jetzt einen neuen Eigentümer.

Der Logistik-Dienstleister Promota.de aus Potsdam hat das Haus in dem Homberger Stadtteil Hülsa gekauft. Die Einrichtung dient als Unterkunft für Mitarbeiter.

Die Bundeswehr hat das Assa-von-Kram-Haus in den 1960er Jahren gebaut. Genutzt wurde es für Seminare und die Rüstzeiten. Das sind Freizeiten für Soldaten und ihre Familien. Auch Gottesdienste wurden oft in der Einrichtung gefeiert. Doch in den vergangenen Jahren sei der Bedarf nach einem solchen Haus zurückgegangen, wie Katja Potzies, Verwaltungsleiterin bei der Evangelischen Seelsorge in der Bundeswehr, erklärt. Die Bundeswehr wurde verkleinert, das Assa-von-Kram-Haus mit seinen 67 Zimmern war immer seltener ausgelastet. Die Konsequenz: Das Haus sollte verkauft werden.

Im vergangenen Sommer schien auch schon ein Käufer festzustehen. Ein Interessent aus Nordrhein-Westfalen wollte in dem Haus eine Einrichtung für betreutes Wohnen für Senioren schaffen. Es sollten bis zu 40 Wohneinheiten entstehen. Die neun Mitarbeiter des Hauses sollten übernommen werden. Die Homberger Stadtverordneten hatten schon die Voraussetzung dafür geschaffen und einer Nutzungsänderung in ein Sondergebiet zugestimmt.

Doch aus dem Kauf wurde nichts. Der Interessent musste sein Angebot aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen. „Wir standen wieder bei Null“, sagt Potzies.

Beim neuen Bieterverfahren hatte Promota.de die Nase vorn. „Wir haben einen guten Käufer und eine gute Lösung gefunden“, ist sich Potzies sicher. Promota.de-Pressesprecher Uwe Alschner schätzt die zentrale Lage innerhalb Deutschlands. „Über die nahe gelegenen Autobahnen erreichen wir viele Kunden in Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Südniedersachsen“, sagt er. Promota.de arbeite für viele große Unternehmen, unterstütze sie in der Logistik. Mit der Unterkunft wolle die Firma die Anreise für seine Mitarbeiter verkürzen. „Die wohnen dort wie auf einer Montage“, erklärt Alschner.

Den neun Mitarbeitern des Hauses wurde übrigens zum Ende des Jahres gekündigt. Der Sozialplan wurde bereits im Sommer verabschiedet - Lange bevor feststand, wer das Haus übernimmt.

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