60 Betriebe und Schulen stellen sich vor

Mitmachaktionen lockten zur Bildungsmesse in Homberg

+
Leckeres schnell gemacht: Die Schüler der Reichpräsident-Friedrich-Ebert-Schule im Fachbereich Ernährung, von links Abed Hendi, Patrick Bock, Mara Steinmetz, Eric Fischer und Edu Arslan, backten mit Besuchern kleine Kuchen zum Mitnehmen.  

Homberg. Die Bildungsmesse der Reichpräsident-Friedrich-Ebert-Schule informierte bereits zum siebten Mal Besucher darüber, wo und wie man im Schwalm-Eder-Kreis arbeiten und lernen kann.

Etwa 60 Aussteller aus Wirtschaft und Bildung nahmen in diesem Jahr an der Messe teil. In Kooperation mit Handel, Handwerk und Industrie stellten sich die Fachbereiche der Schule vor und gaben Auskunft über die schulischen Ausbildungsangebote.

Ausbilder und Azubis aus Betrieben im Schwalm-Eder-Kreis unterhielten sich mit Schülern und Interessierten, die sich beruflich orientieren wollten, über Ausbildung und Karrierechancen.

Die Besucher durften aktiv werden und bohren, backen oder schrauben: „Die Messe bietet jungen Menschen an, in verschiedene Berufe hinein zu schnuppern“, sagte Elmar Mette, Lehrer der RFES. Der Lehrer im Fachbereich Metall bot mit seinen Kollegen einen Workshop zum Bau einer Blechspardose an. „Manchen Jugendlichen merkt man an, dass sie noch nie Metall in der Hand hatten“, erzählt Mette, daher findet er es wichtig und gut, dass die Schule auf der Bildungsmesse viele Mitmachaktionen anbietet. Und die kommen an: Auch am Info-Stand des Berufsbildungswerk Nordhessen (BBW) drängten sich Besucher dicht an dicht. Dort zeigten ihnen Julia Katharina Will und Jannik Boller, Auszubildender zum Fachpraktiker Zerspanungstechnik, wie man aus Holz, Hartplastik und einer Aluminiumplatte eine Handy-Halterung zusammenschraubt. Die 21-jährige Will schaut sich in ihrem Berufsvorbereitenden Jahr die Arbeit eines Zerspanungstechniker an – und ist begeistert, sehr zur Freude von Ausbilder Axel Hucke: „Immer mehr Frauen interessieren sich für den Beruf.“

Zehn Vorträge und 27 Workshops fanden in den Räumen der Berufsschule statt. Hirthana Murugapoopothy (19) gefielen die Angebote. „Man konnte sich wirklich einen guten Überblick verschaffen. Ich habe endlich eine Idee bekommen, was ich später machen möchte: Ich möchte im sozialen Bereich arbeiten“ Ob sie studieren oder ein Freiwilliges Soziales Jahr machen möchte, wolle sie aber noch entscheiden.

Angebote für Geflüchtete

Wurden im Dust-Projekt der InteA-Klasse kreativ: von links Murad Hassan, Niaz Ahmad, Sinem Samsunlu und Saskia Stiel.

Auf der Bildungsmesse wurde außerdem das Förderprogramm InteA für Jugendliche mit geringen Deutschkenntnissen vorgestellt. InteA (Integration durch Anschluss und Abschluss) bereitet 15- bis 18-Jährige auf die Hauptschulabschlussprüfung vor. Die Sprachförderung steht an erster Stelle. Innerhalb des dazugehörigen Dust-Projektes der RFES werden gemeinsame Unternehmungen mit anderen Fachschulschülern organisiert. An der RFE-Schule gibt es jeweils fünf InteA-Klassen in Fritzlar und Homberg mit insgesamt fast 200 Schülern. (mit jsx)  

www.rfes.de 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.