Musikgenuss in der Homberger Stadtkirche St. Marien

Gewaltig und lyrisch: Das Konzert in der Homberger Stadtkirche hatte viele Facetten. Zu den Musikern des Abends zählten die Solistin Mechthild Seitz und Johannes Fleischhut (Klarinette) sowie Inga Knöpfel (Blockflöte), das Projektorchester Homberg, ebenso die Homberger Kantorei unter Leitung der Bezirkskantorin Birgit Käfer. Foto: Kasiewicz

Homberg. Sie sind ein Wagnis eingegangen und wurden belohnt: Begeisterte Zuschauer und hochzufriedene Musiker und Sänger verließen am Sonntagabend die Homberger Stadtkirche St. Marien.

Zuvor hatten die Interpreten mit ihrem Konzert für Klarinette und Orchester von Johann Stamitz und einem Konzert für die Blockflöte und Streicher von Guiseppe Samartine sowie mit Rutters Magnificat für eine ganz besonders schöne musikalische Stimmung in der Stadtkirche gesorgt.

Kantorin Birgit Käfer war noch am Montagmorgen ganz angetan von dem gelungenen Konzert. Und nicht nur sie: Einige Zuhörer hatten sich bei ihr persönlich und auch schriftlich per E-Mail für das stimmungsvolle Konzert, dass diesmal nicht das Weihnachtsoratorium zum Inhalt hatte, bedankt.

Etwas Neues ausprobiert

Das Publikum, aber auch die Interpreten hätten sich darauf eingelassen, sagte Käfer im HNA-Gespräch. Doch das sei fast auch zu erwarten gewesen: Denn Rutter sei derzeit der populärste zeitgenössische Chorkomponist und sein Magnificat wahrlich mitreißend. Das musikalische Material sei äußerst vielfältig - mit Anklängen an Gregorianik, impressionistischen Klängen, filmmusikalischen Effekten, lateinamerikanischen Rhythmen und einer sehr farbigen Instrumentierung. Gerade die Umstellung auf die lateinamerikanischen Rhythmen und die Taktwechsel seien bei den Proben nicht immer einfach gewesen, blickt Käfer zurück. Doch habe man das gemeinsam sehr gut gemeistert.

Davon überzeugten sich auch die Zuhörer, so gab es in der Stadtkirche gewaltige, laute Stellen, bei denen unter anderem vier Pauken im Einsatz waren und dann auch wieder ruhigere, lyrische Momente. Diese Mischung sei sehr gut angekommen, freute sich Käfer. Das genossen die etwa 350 Zuschauer zum Teil sogar sichtlich, denn manch einer hatte die Augen geschlossen und wippte leicht im Takt mit, um die Töne ganz und gar in sich aufzunehmen, beobachtete Käfer.

Überrascht seien die Zuschauer auch gewesen, als sie hörten, wie virtuos Inga Klöpfel ihre Blockflöte - ein oft unterschätztes Instrument - erklingen ließ.

Die Musiker waren unter anderem die aus Kassel stammende Solistin Mechthild Seitz (Mezzosopran) und Johannes Fleischhut aus Homberg (Klarinette). Mit dabei waren neben Inga Klöpfel (Blockflöte), das Projektorchester Homberg, ebenso die Homberger Kantorei unter Leitung der Bezirkskantorin Birgit Käfer. Allesamt begeisterten sie das Publikum und ernteten dafür viel Applaus. Durch das Programm zog sich passend zur Adventszeit wie ein roter Faden der Lobgesang Maria.

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