14. Festival auf Bauernhof in Hombergshausen

Festival mit Liebe zum Detail: 2000 Besucher feierten beim Musikschutzgebiet in Hombergshausen

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Ganz nah an den Fans: Laura Lee des Duos Gurr begeisterte die Massen beim Musikschutzgebiet.

Beim Musikschutzgebiet wird aus einem Bauernhof ein einzigartiges Festivalgelände mit Wohnzimmer-Charakter. An vier Tagen teilten sich lokale Bands mit Musikern aus ganz Deutschland die Bühne. 

Kein Platz für Homophobie, Sexismus, Rassismus“ stand in Großbuchstaben am Eingangstor. Der Grünhof in Hombergshausen öffnete am Wochenende seine Türen für die 14. Auflage des Musikschutzgebiet-Festivals.  Von Donnerstag bis Sonntag verwandelte sich der Bauernhof in einen Treffpunkt für 2000 Musikbegeisterte und Nachteulen. Jeder war willkommen – Toleranz wurde auf dem Festival großgeschrieben.

Entspannen auf den Sofas im Garten des Grünhofs: von links Charlotte Tesla, Francois Dulac und Sophie Hunger.

Die Vielfalt der Besucher spiegelte sich in den musikalischen Darbietungen wider. Der Grünhof vereinte Künstler aus unterschiedlichsten Genres – von Rap, Indie und Rock bis Elektro. Lokale Bands trafen auf Musiker aus Darmstadt, Mainz und Berlin. „Das Festival hat einen guten Anschluss an die Region und schafft trotzdem den Bogen über die Grenzen Nordhessens hinaus“ erklärt Hanna Rose, die sich ehrenamtlich um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kümmert. Auf der Bühne performten unter anderem das Duo Gurr, die Rapper Döll und Og Keemo sowie die Berliner Band Die höchste Eisenbahn.

Sie performte bereits in den USA, am Freitag begeisterte sie ihr Publikum in Hombergshausen: Laura Lee des Duos Gurr.

Das Musikschutzgebiet ist bekannt für seine idyllische, gemütliche und familiäre Atmosphäre. Etwas außerhalb von Hombergshausen liegt der Grünhof umgeben von Wiesen, Feldern und Wäldern auf einem kleinen Hügel fernab von Stress und Alltag. Hier konnten die Besucher vier Tage lang gemeinsam ausspannen und feiern. Dabei kam jeder auf seine Kosten: Vor der großen Hofbühne sang das Publikum Liedtexte mit und schwang die Hände im Takt, im Garten tanzten Techno-Fans vor einer kleinen DJ-Bühne, auf dem Campingplatz musizierten, plauderten und lachten die Besucher.

Friedrich Steffes-lay und Celine Scholl haben es sich in einer Hängematte bequem gemacht.

Wie bereits in den vergangenen Jahren hob sich das Festival von seinesgleichen durch eine liebevolle Gestaltung des Hofes hervor. „Das Musikschutzgebiet ist ein super detailverliebtes Festival. In Sachen Geländegestaltung haben wir dieses Jahr noch eine Schippe drauf gelegt“ sagt Hanna Rose stolz. Ein roter Doppeldeckerbus auf dem Innenhof fungierte als Bar, den Garten schmückten Lichterketten und Lampions. 

Zwischen bunt angestrahlten Bäumen hingen Hängematten. Überall standen Sofas, die das Grundstück in ein großes Wohnzimmer verwandelten. Genau das ist der Charme, der Besucher jedes Jahr aufs Neue anzieht: „Auf dem Musikschutzgebiet kann man einmal im Jahr in ein anderes Universum abtauchen“ schwärmt Luke Beilharz aus Fritzlar, der das Festival bereits zum dritten Mal besuchte.

Musikschutzgebiet - ein Festival auf dem Bauernhof

2003 hatte Hubertus Nägel die Idee, auf dem Bauernhof seiner Eltern ein Musikfestival zu veranstalten. Seine Idee setzte er in die Tat um und öffnete den Hof 2004 für die erste Festivalauflage, die ein Erfolg war. 2005 gründete er den Verein Musikschutzgebiet, der sich seitdem um die Organisation des Festivals kümmert. Heute hat der Verein 30 ehrenamtliche Mitglieder und etwa 100 freiwillige Helfer, die das Festival am Wochenende auf die Beine stellten.

Aufgrund der Hitze durfte in diesem Jahr nur in ausgewählten Bereichen gegrillt werden. Unser Bild zeigt von links Felix Ludwig, Jonas Ackermann und Kim Bänfer.

Karten:Der Kartenvorverkauf fürs nächste Jahr ist bereits gestartet. Tickets gibt es unter musikschutzgebiet.de für 37,50 Euro.

Von Justus Mann

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