Spenden sind erwünscht 

Nach Brandstiftung: Harler bauen Küllbergshütte neu auf

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Der Verein setzt fürs neue Kapitel in der Harler Geschichte auf Eigenleistung, denn es fehlt noch viel Geld. Der durch den Brand entstandene Schaden beläuft sich auf 50.000 Euro.

Der Harler Kulturverein will im kommenden Jahr die Küllbergshütte wieder aufbauen, die Brandstifter im April bis aufs Fundament abgebrannt hatten.

Der erste Schritt dahin erfolgt am Samstag, 2. November: Dann gehen die Mitglieder des Kulturvereins zusammen mit dem landwirtschaftlichen Lohnunternehmer Holger Jäger aus Harle ans Werk und reißen die Ruine ab, kündigt Nils Sämmler, Vorsitzender des Kulturvereins, an.

Genau ein halbes Jahr ist es her, dass Brandstifter in der Nacht zum 14. April das weithin sichtbare Harler Wahrzeichen angezündet hatten – und damit dem Dorf einen beliebten Treffpunkt raubten.

1974 gebaut, war die Küllbergshütte fast fünf Jahrzehnte ein guter Ort für Feiern, Feste, Osterfeuer gewesen. Kein Wunder, denn ein Platz mit ähnlich guten Aussichten ist in der Region nur schwer zu finden: Vom Küllberg schweift der Blick weit ins Land hinein.

Für die Harler sei der Verlust der Hütte ein herber Schlag gewesen, sagt Nils Sämmler. Deshalb wolle der Kulturverein sie nun auch mit vielen Mitgliedern und Tatkraft wiederaufbauen: Gernerationen von Harlern hätten auf dem Küllberg ungezählte Feste gefeiert, die Natur genossen oder das Osterfeuer besucht. „Wir wollen dieses Buch des Harler Küllbergs deshalb nicht schließen, sondern ein neues Kapitel beginnen“, sagt Nils Sämmler.

Es fehlt noch viel Geld

Der Verein setzt fürs neue Kapitel in der Harler Geschichte auf Eigenleistung, denn es fehlt noch viel Geld. Der durch den Brand entstandene Schaden beläuft sich auf 50.000 Euro.

Eine Summe, die der Kulturverein nicht einfach in der Portokasse liegen hat, es fehlt exakt die Hälfte, um den Neubau starten zu können. „Nach derzeitigem Stand ist der Wiederaufbau aus finanzieller Sicht noch nicht möglich“, so Nils Sämmler.

Jetzt sammeln die Harler Spenden, denn nur mit freiwilligen Beträgen kann der neue Treffpunkt von Grund auf erneuert werden. Das ist notwendig, denn die Täter hatten einen Brandbeschleuniger eingesetzt, der verheerende Wirkung zeigte: Selbst die Bodenplatte muss ersetzt werden.

Die Polizei hatte Ende August fünf Verdächtige festgenommen. Sie sollen im Schwalm-Eder-Kreis und Marburg-Biedenkopf für 24 Brandstiftungen und zehn gefährliche Eingriffe in den Bahnverkehr verantwortlich sein. Ob sie aber auch die Tat in Harle begangen haben, steht laut Polizeisprecher Markus Brettschneider noch nicht fest.

Der Kulturverein Harle baut also dann, wenn das nötige Geld zusammengekommen ist.

Wer dafür sorgen will, dass es bald losgeht: Kulturverein Harle, VR PartnerBank Chattengau- Schwalm- Eder, IBAN DE98 5206 2601 0108 5360 23.

Informationen zu Spendenquittungen gibt es unter Tel. 01511/7 6415 56.

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