Zentraler Veranstaltungsort

Neue Chance für Arena: Homberg berät über Potenzial der Ostpreußenkaserne

Lockte Gäste aus Nah und Fern: Die ehemalige Hessentagsarena wurde in diesem Jahr erneut zum Open-Air-Gelände. Besuchern wurden Filme, Konzerte und Comedyveranstaltungen geboten.
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Lockte Gäste aus Nah und Fern: Die ehemalige Hessentagsarena wurde in diesem Jahr erneut zum Open-Air-Gelände. Besuchern wurden Filme, Konzerte und Comedyveranstaltungen geboten.

Kino, Konzerte, die Verabschiedung der Abiturienten der Theodor-Heuss-Schule – all diese Veranstaltungen haben in diesem Sommer die ehemalige Hessentagsarena in Homberg zu neuem Leben erweckt. Das soll so bleiben, findet das Parlament.

Homberg –Damit das keine Eintagsfliege bleibt, beantragte die FWG-Fraktion in der jüngsten Stadtverordnetensitzung, das Gelände in der ehemaligen Ostpreußenkaserne nicht zu verkaufen. Nach kurzer Diskussion stimmten die Mandatsträger einstimmig zu, den Antrag im Ausschuss zu beraten. Schon während des Hessentags 2008 habe sich das Areal als sehr gut bespielbares Gelände herausgestellt, sagte FWG-Sprecher Christian Utpatel. Das habe sich auch in diesem Sommer wieder gezeigt.

Auch künftig könnte das Gelände deshalb als „zentraler Festplatz oder für kulturelle Events“ genutzt werden, so Utpatel. Auch zeigten sich schon erste wirtschaftliche Auswirkungen, beispielsweise bei Übernachtungen. Dazu komme, dass die diesjährigen Veranstalter angekündigt haben, die Reihe im kommenden Jahr fortsetzen zu wollen. Auch andere Veranstalter hätten Interesse an der Arena gezeigt. Für Christian Utpatel ein Beweis, dass in dem Areal großes Potenzial stecke.

Allerdings könnte all dies ein jähes Ende finden, denn das Gelände steht auf der Verkaufsliste. Von einem Verkauf sollte aber Abstand genommen werden, um das Gelände als zentralen Veranstaltungsort zu nutzen.

Mit einem solchen Beschluss seien keine baulichen Veränderungen geplant, die Entwicklung der umliegenden Flächen als Gewerbegebiet würden nicht berührt und es gebe auch keine Festlegung auf einen bestimmten Veranstalter, so die FWG.

SPD-Sprecher Stefan Gerlach zeigte sich offen für den Vorschlag, konnte sich aber nicht verkneifen, dass es „das erste Mal ist, dass nicht von seiten der FWG über die Kaserne geschimpft“ werde. Gerlach schlug vor, den Antrag im Ausschuss zu beraten. Denn man müsse wissen, was die ganze Sache kosten werde, oder welche baulichen Veränderungen nötig seien. Schön wäre auch, wenn sich ein Investor fände.

Dem stimmte auch Klaus Bölling (Grüne) zu. Er sprach sich ebenfalls dafür aus, die Fläche an der Ostpreußenkaserne nicht zu verkaufen, denn sie sei ein guter Platz für kulturelle Veranstaltungen aller Art.

Es sei gut, dass über die Hessentagsarena wieder gesprochen werde, sagte Axel Becker (CDU), der sich mit Freude an die Veranstaltungen während des Hessentags erinnerte. Seiner Meinung nach sei sie gut für Veranstaltungen nutzbar. (Rainer Schmitt)

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