Neue Kita in Hombergs Altstadt: Abriss an der Scheune Landesfeind beginnt

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Die Altstadt verändert ihr Gesicht: Der Anbau an die Scheune Landesfeind (Bildmitte) wird in den nächsten zwei bis drei Wochen abgerissen, ebenso die angrenzende Garage und das alte Stallgebäude (vorne rechts im Bild) werden weichen.

Homberg. Die Arbeiten an der Scheune Landesfeind im Herzen der Homberger Altstadt haben begonnen. Aus dem alten Gebäude soll bis zum Herbst nächsten Jahres ein moderner Kindergarten werden.

Das hatten die Stadtverordneten nach längerer und hitziger Diskussion mehrheitlich entschieden.

Doch bevor es mit den Umbauarbeiten richtig losgeht, wird erstmal Platz geschaffen: „Der Anbau an die Scheune wird abgerissen, das alte Stallgebäude und auch die Garage kommen weg“, sagt Architekt Christian Gerlach. Und auch das kleine Gärtchen müsse erstmal weichen, erklärt er. Man werde aber später ein komplett neues Gärtchen anlegen, betont er. Man werde zudem versuchen, die Kastanie, die auf dem Grundstück steht, zu erhalten. Es sei zwar kein historischer Baumbestand, doch sei das ein Anliegen der Stadt.

Historischen Wert hätten indes die von Hand gebrannten Dachziegeln, sagt Nils Arndt, Technischer Leiter des Bauamtes, und deshalb werde man diese auch erhalten und einlagern. Das sei von Beginn an so geplant gewesen.

„In Teilen werden wir auch die alten Fachwerkbalken wiederverwenden, zum Beispiel auf dem Außengelände als Gestaltungselemente an den Spielgeräten“, sagt Gerlach. Etwa zwei bis drei Wochen werden die Abbrucharbeiten voraussichtlich dauern, so Gerlach. Nach den Abrissarbeiten sei das Hauptgebäude dann von allen vier Seiten freigelegt. „Dann können wir die Schadensbewertung zu Ende bringen“, erklärt der Architekt aus Fritzlar. Er erwarte aber keine bösen Überraschungen.

Der Bauantrag soll umgehend eingereicht werden, um dann möglichst im Herbst mit dem Umbau starten zu können. Denn ein Jahr später, im September 2017, sollen in dem Kindergarten schon die Jungen und Mädchen spielen können.

Es sei ein sehr anspruchsvoller Umbau, da man mit einer historischen Bausubstanz arbeite. Das sei in Sachen Logistik auch keine leicht Aufgabe, so Gerlach. Bei dem Gebäude bestehe Handlungsbedarf. „Wäre nichts damit geschehen, dann wäre vermutlich in fünf Jahren ein Teil des Daches eingestürzt“, erklärt er und deutet dabei auf die Unebenheiten des Daches. „Dort dringt Regenwasser ein und sorgt für Schäden.“ Auch die Denkmalpflege stehe den Plänen positiv gegenüber. „Aus einer Lagerstätte wird ein schöner Kindergarten, das ist ein gutes Projekt“, so der Architekt.

Die Kosten: 2,9 Mio. Euro wird der Aus- und Umbau des Kindergartens kosten.

Arbeitsgruppe: Die Stadtverordneten beschlossen am Donnerstag, dass eine Arbeitsgruppe - Ausschuss für Kinder, Jugend und Soziales - beim Innenausbau beraten wird.

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