„Nicht alles auf einmal schenken“: Tipps für Kinderwünsche

Die Geschenke aufteilen: Für diesen Grundsatz plädiert Sozialpädagogin Martina Theiß. Heiligabend sollten die Kinder nicht alles auf einmal bekommen. Foto: dpa

Homberg. Egal ob an Heiligabend das Christkind oder der Weihnachtsmann vorbeischaut: Geschenke sind für viele Eltern ein Reizthema, erklärt Martina Theis.

Die Leiterin des Familienzentrums und der Elternschule Schwalm-Eder gibt Tipps, wie Mama und Papa am besten mit den Wünschen der Kinder umgehen können. Weniger ist mehr.

„Unsere Kinder wachsen in einer Welt voller Konsumangebote auf“, sagt die 50-Jährige. Sie kennen kein Maß. Das müssten die Erwachsenen vorgeben. Im Zweifelsfall rät sie zu einem Grundsatz: Weniger ist mehr. Die Familie sollte sich absprechen, damit die Zahl der Geschenke im gewünschten Rahmen bleibt.

MartinaTheis

An einen Tag soll es die Ritterburg sein, am nächsten ein ferngesteuertes Auto und ein paar Stunden später wünscht sich das Kind eine Spielkonsole.

Eltern sollen die Wünsche der Kinder ernstnehmen und zwischen einem Strohfeuer und einem Herzenswunsch unterscheiden - auch wenn das nicht einfach ist.

Nicht alle Wünsche entsprechen den Vorstellungen und Werten der Eltern. Manchmal sollte jedoch die eigene pädagogische Vorstellung in den Hintergrund rücken, sagt Martina Theis.

Wenn das Geschenk nämlich ein Herzenswunsch ist, und das Kind damit kreativ spielen wird. Eltern sollten aber auch den Mut haben, nein zu sagen, wenn der Wunsch nicht ihren Werten entspricht. „Sie geben ihrem Kind damit Orientierung“, erklärt die Sozialpädagogin.

Oma und Opa, Onkel und Tanten: Zu Weihnachten möchten viele Verwandte den Kleinen eine Freude bereiten. Martina Theis rät, die Geschenke über die Feiertage zu verteilen und nicht alles am Heiligen Abend unter den Weihnachtsbaum zu legen. Dann haben die Kinder genügend Zeit, jedes Geschenk einzeln wahrzunehmen.

Kurz vor Weihnachten sind die Geschäfte rappelvoll. Auf den letzten Drücker Geschenke zu kaufen, sorgt für unnötig Stress.

„Besorgen Sie Geschenke am besten vorher oder legen Sie im Laufe des Jahres eine Geschenkeschublade an“, empfiehlt die 50-Jährige. Das nimmt den Druck kurz vorm Fest. 

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