1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fritzlar-Homberg
  4. Homberg (Efze)

Partnerschaftsverein Homberg-Stolin am Clobesmarkt: Spenden gehen an Ukrainer

Erstellt:

Von: Lea Beckmann

Kommentare

Der Partnerschaftsverein Homberg-Stolin ist wieder beim Clobesmarkt dabei: Doch für ihren Stand fehlen noch Helfer. Auf unserem
Der Partnerschaftsverein Homberg-Stolin ist wieder beim Clobesmarkt dabei: Doch für ihren Stand fehlen noch Helfer. Auf unserem © sind Helmut Albert

Der Partnerschaftsverein Homberg-Stolin organisiert weiter keine Hilfstransporte nach Stolin, eine Stadt in Belarus.

Homberg – „Die Situation ist immer noch viel zu gefährlich, wir müssen uns und somit auch unsere Familien schützen“, sagt Vorsitzender Joachim Jersoch.

In diesem Fall spiele die Politik eine wichtige Rolle, auch wenn der Verein politisch neutral sei. „Zunächst konnten wir wegen der Corona-Pandemie keine Hilfstransporte leisten und nun hält es wegen des Ukraine-Krieges weiter an“, sagt Jersoch. Die Lage habe sich wegen der militärischen Teilnahme Weißrusslands verschlimmert. Alexander Lukaschenko, Präsident von Belarus, ist ein enger Partner von Wladimir Putin. Und Lukaschenko unterstütze ihn im russischen Krieg gegen die Ukraine. Das letzte Mal ist der Verein 2019 nach Stolin gefahren.

Doch die Mitglieder hoffen, dass sich die Situation bald beruhigt und sie wieder nach Stolin fahren können. „Wir haben Kisten mit Spenden auf denen Stolin steht“, sagt Tanja Fennel-Trieschmann. Die Menschen bräuchten die Hilfe und könnten nichts für die grausame Situation. „Stolin ist wie eine zweite Heimat“, sagt Jerosch. Daher käme es auch nicht infrage die Patenschaft zurückzugeben und damit den Namen des Vereins zu ändern. „Die Patenschaft ist etwas Besonderes“, so der Vorsitzende. Darüber seien sich alle im Verein einig. „Die Hoffnung ist da, dass wir bald wieder Hilfstransporte starten können“, sagt Fennel-Trieschmann.

Die Hilfe für Stolin ruhe momentan

Doch während dieser Zeit unterstützt der Verein die ukrainischen Flüchtlinge. Seit Beginn des Krieges gibt es die Kleiderkammer in der Homberger Dörnbergkaserne, auch „Alles-Laden“ genannt. Dort erhalten die Geflüchteten eine Grundausstattung. „Seit dem 14. März hatten wir rund 150 Ausgabetage, was ungefähr 750 Öffnungsstunden sind“, sagt Fennel-Trieschmann. Die Hilfe für Stolin ruhe gerade, daher sei es schön, dass man trotzdem helfen könne. „Unser Lager ist sehr voll“, sagt Jerosch. Aber Spenden werden dennoch immer gebraucht.

Am Wochenende wird der Partnerschaftsverein auf dem Clobesmarkt in Homberg Spenden sammeln. „Die gehen an die ukrainischen Flüchtlinge“, sagt Jerosch. Alle Einnahmen des Glühweinverkaufs werden gespendet. Doch damit das möglich ist, braucht der Verein Helfer. Um die zehn Personen bräuchte der Verein noch, um den Stand an den drei Tagen betreiben zu können. „Viele sind verhindert, die sonst geholfen haben oder zu alt und der Nachwuchs fehlt“, sagt Jerosch. Es liege nicht daran, dass sich jemand zurückhalte wegen der Verbindung zu Stolin, meint der Vorsitzende. „Das hat keiner mir gegenüber geäußert.“ Fotos: Klaus Bölling, Chantal Müller

Weitere Informationen und eine Anmeldung als Helfer bei Joachim Jerosch unter Tel.: 05681/5211.

(Lea Beckmann)

Auch interessant

Kommentare