Sicherheitsmängel im Feuerwehrstützpunkt

Pläne für neuen Homberger Feuerwehrstandort vorgestellt

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Hier kann die Feuerwehr nicht bleiben: Der Stützpunkt in der Kernstadt weist erhebliche Mängel auf. Mit einer Analyse soll ein besserer Standort gefunden werden. 

Der Homberger Feuerwehrstützpunkt muss raus aus der Stadt. Sicherheitsmängel, Gesundheitsgefahren wie Schimmel und Feuchtigkeit sowie zu wenig Platz machen den Einsatzkräften zu schaffen.

Auch das Gebäude der Feuerwehr Homberg-Holzhausen muss dringend saniert werden. Die Stadt sucht deshalb nach einer Lösung – möglich wäre es, beide Wehren in einem Gebäude unterzubringen. Ein erstes Ergebnis der Standortanalyse wurde in der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt.

Demnach wäre der Sportplatz Holzhausen am besten für beide Feuerwehren geeignet. Mit einer Fläche von 14 600 Quadratmetern wäre er ausreichend groß, berichtete Architektin Simone Mattedi, deren Büro „kplanAG“ aus Siegen für die Analyse zuständig ist. Das Grundstück liege innerhalb der Hilfsfristen beider Wehren und hätte eine gute Verkehrsanbindung. Sie empfahl, eine Machbarkeitsstudie für das Grundstück erstellen zu lassen.

Grundstück am Dorfgemeinschaftshaus käme in Frage 

Auch ein Grundstück an der Mühlhäuser Straße zwischen Bauhof und Dienstleistungszentrum der Kreissparkasse wäre für die Einsatzkräfte der Kernstadt geeignet. Die 7600 Quadratmeter sind unbebaut, problematisch wäre laut Mattedi aber die Zufahrt. Im Alarmfall würden sich ankommende Einsätzkräfte und ausrückende Feuerwehrleute begegnen, weil die Zufahrt nicht getrennt werden könnte. Für die Holzhäuser Wehr hingegen käme ein Grundstück am Dorfgemeinschaftshaus in Frage.

Nach jetzigem Planungsstand würde ein neuer Stützpunkt für die Kernstadt etwa 8,67 Millionen Euro kosten, für Holzhausen sind 1,75 Millionen Euro fällig, sagte Mattedi. Würde ein gemeinsames Feuerwehrhaus für beide Wehren gebaut, müsste die Stadt ein Grundstück mit mindestens 8700 Quadratmetern Fläche finden.

Dirk Pfalz von der Bürgerliste konnte die Auswahl der Grundstücke nicht überzeugen. „Wir haben noch bessere Grundstücke“, sagte er bei der Vorstellung der Standortanalyse. Viele Flächen, besonders die um den Bundeswehrsportplatz, kämen aber nicht in Frage, berichtete Mattedi. „Sie liegen außerhalb der Hilfsfristen.“

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