Treff auf Krankenhausdach

Mann bedrohte Pokémon-Go-Spieler mit Revolver

Homberg. Der Wirbel um das Online-Spiel „Pokémon Go" beschäftigt die Polizei weiter. Sie ermittelt wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruch und wegen Bedrohung.

Nach Polizeiangaben hatte der Fahrer eines Notarztfahrzeuges am Dienstagabend gegen 21.20 Uhr eine Person auf dem Dach des ehemaligen Krankenhauses in Homberg gesehen und die Polizei verständigt. Vier Polizeistreifen durchsuchten das Gebäude.

Dabei stellten sie fest, dass drei Fenster offenstanden und sich mehrere Personen auf dem Dach aufhielten. Ein 18-jähriger Mann aus Felsberg, der auf dem Krankenhausgelände angetroffen wurde, gab an, dass er mit Freunden in Homberg unterwegs war, um gemeinsam Pokémon-Go zu spielen. Sie seien aber nicht im oder auf dem Krankenhaus gewesen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruch.

Bereits am Montag vor einer Woche hatten sich laut Polizei 20 Personen auf dem Homberger Marktplatz zum Pokémon-Go-Spiel getroffen und waren gegen 21 Uhr von einem Anwohner mit einem Revolver bedroht worden. Er fühlte sich offenbar durch den Lärm gestört. Er drohte zunächst mit seinem Hund, schwenkte dann einen Revolver aus dem Fenster und rief: „Ich bin vorbereitet!“

Die Polizeistreife stellte bei dem stark angetrunkenen Anwohner einen scharfen, ungeladenen Revolver und Munition sicher. Er hatte eine Waffenbesitzkarte. Es wird wegen Bedrohung ermittelt.

So funktioniert Pokémon Go

Rubriklistenbild: © dpa

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