Fünf Männer unter Tatverdacht

Jugendliche Einbrecherbande von der Polizei verhaftet

Schwalm-Eder. Die Polizei hat die große Einbruchserie aufgeklärt, die sich in den vergangenen vier Monaten in und um Homberg ereignete. 

Fünf Männer im Alter zwischen 16 bis 23 Jahren stehen unter Verdacht, Einbrüche in Geschäfte, Betriebe und Lagerhallen begangen und hochwertige Arbeitsmaschinen gestohlen zu haben.

Bei einem Einbruch in eine Holzbau-Firma wurde ein Lieferwagen gestohlen, den die Tätern dann in Brand setzten. Bei einem weiteren Einbruch in ein Homberger Geschäft stahlen sie einen Tresor, den sie in einem ehemaligen Steinbruch aufbrachen und das darin befindliche Bargeld mitnahmen.

Ein Zeuge hatte die Polizei auf die richtige Spur gesetzt: Sie nahm zwei Tatverdächtige beim Verkauf von Teilen der Beute fest, die beiden Männer befinden sich nun in Untersuchungshaft.

Der 21-jährige Tatverdächtige hatte dem Zeugen in der vergangenen Woche mehrere gebrauchte Kettensägen zum besonders günstigen Preis angeboten.

Der Zeuge aber erkannte auf den Bildern jene Kettensägen wieder, die bei einem Einbruch in die Holzbau-Firma seines Bekannten entwendet worden waren. Der Zeuge informierte daraufhin die Polizei. Bei dem vereinbarten Verkaufstermin in einer Kleingartenanlage in der Bahnhofstraße in Homberg nahmen die Beamten den 21-Jährigen fest, genau wie kurze Zeit später seinen 23-jährigen Bruder.

Bei der Durchsuchung der Gartenhütte, des Autos und der Zimmer der Brüder im elterlichen Haus stellte die Polizei Einbruchswerkzeuge und umfangreiches Diebesgut sicher. Die Brüder nannten bei ihren Vernehmungen die Namen von drei 16-Jährigen aus dem Schwalm-Eder-Kreis, die ebenfalls beteiligt gewesen sein sollen. Diese wurden ebenfalls festgenommen und ihre Wohnungen durchsucht. Alle fünf Verdächtigen haben die Einbrüche gestanden, teilt Polizeisprecher Markus Brettschneider mit.

Gegen alle fünf laufen nun Strafverfahren wegen Einbruchs, Hehlerei sowie verschiedener Verkehrsstraftaten. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel wurden der 21-Jährige und der 23-Jährige der Haftrichterin beim Amtsgericht Fritzlar vorgeführt. Sie erließ gegen beide Haftbefehle wegen Wiederholungsgefahr. Die Brüder hatten wegen der gleichen Delikte schon einmal in Haft gesessen. Die drei weiteren Tatverdächtigen wurden wieder auf freien Fuß gesetzt, Haftgründe lagen bei ihnen nicht vor.

Der von den Tätern verursachte Schaden und der Wert der Beute betragen zusammen über 60.000 Euro. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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