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Polizeistation Homberg stärkt Sicherheitsarbeit mit hauptamtlicher Schutzfrau für Städte und Gemeinden

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Von: Chantal Müller

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Polizistin Katrin Pretsch steht vor der Polizeistation in Homberg.
Will nah dran sein an den Bürgern: Katrin Pretsch ist die neue Schutzfrau vor Ort von der Polizeistation Homberg – und damit Ansprechpartnerin für Bürger und Kommunen. © Chantal Müller

Die Zahl der tatsächlichen Kriminalfälle ist meistens deutlich geringer, als so mancher glauben mag. Um das subjektive Sicherheitsgefühl zu stärken, gibt es in Homberg jetzt eine Schutzfrau.

Homberg – Mobbing in der Schule ist ihr großes Thema. Kindern die Grenzen der sozialen Medien aufzeigen, mit Vereinen, Verbänden, Organisationen zusammenarbeiten und reagieren, bevor etwas passiert: Katrin Pretsch hat eine große Aufgabe vor sich. Eine, der sich die Polizistin gewachsen fühlt. Sie ist seit Beginn des Jahres die hauptamtliche Schutzfrau vor Ort für den Einzugsbereich der Polizeistation Homberg. Ihr Ziel: Auf der Straße unterwegs sein, einen engen Kontakt zu Bürgern herstellen, das Sicherheitsgefühl stärken.

Katrin Pretsch ist mit Leib und Seele Polizistin – und mit jeder Menge Erfahrung. Die 47-jährige Knüllwälderin arbeitet seit 1988 bei der Polizei, wechselte 1992 in den Einzeldienst, in dem sie bis 2015 aktiv war. „Ich wollte immer nah dran sein, auf der Straße unterwegs sein“, sagt sie. Seit 2015 gehört sie der Homberger Ermittlungsgruppe an, kümmerte sich vor allem um Vorfälle mit Kindern und Jugendlichen. „Da habe ich gemerkt: Es ist mein Ding mit ihnen zusammenzuarbeiten.“

Die offizielle Beauftragung, das Amt der Schutzfrau vor Ort bei der Polizeistation Homberg zu übernehmen, war da der logische nächste Schritt für die Knüllwälderin. Vor allem mit Schulen, Jugendkoordinatoren und Vereinen will sie deshalb zusammenarbeiten. „Das liegt mir sehr am Herzen.“ Doch Pretsch ist nicht nur eine Schutzfrau für Kinder und Jugendliche: Die Polizistin ist für alle Bürger da – in Homberg, Borken, Knüllwald, Schwarzenborn, Neuental und Frielendorf. „Sie wird überall dort herangezogen, wo es Bürgernähe braucht“, sagt Markus Brettschneider, der Sprecher der Polizeidirektion Schwalm-Eder. Vermehrt solle sie in den Brennpunkten in Homberg und Borken aktiv werden.

Das heißt für Katrin Pretsch auch und vor allem: Streife laufen. Oder mit dem Fahrrad fahren. Ihre Aufgabe ist es, im Stadtbild die Polizei zu präsentieren, ansprechbar zu sein bei Fragen, Problemen und Ängsten. Außerdem wird sie bei Veranstaltungen der Polizei mit von der Partie sein und bei dem Sicherheitsprogramm Kompass mitwirken und Kommunen mit Rat und Tat zur Seite stehen. „Die Menschen sollen nicht nur direkt Kontakt zur Polizei aufnehmen können“, sagt Brettschneider. „Wir wünschen uns auch einen engeren Kontakt zu Bürgern, hoffen darauf, Infos zu erhalten und so Straftaten leichter aufklären zu können.“ Deshalb sind nicht nur Bürger aufgerufen, Katrin Pretsch anzusprechen, wenn sie die Polizistin in der Stadt auf Streife sehen.

Die Zusammenarbeit mit Kommunen ist ebenso Ziel der Polizei. So könnten Städte und Gemeinden die Streife mit einem Jugendpfleger begleiten, in Borken etwa sei eine regelmäßige Bürgersprechstunde im Gespräch, sagt Pretsch. Zudem seien Kooperationen mit Streetworkern hilfreich, berichtet Brettschneider. Zu Beginn steht für die Schutzfrau jedoch erst einmal ganz oben auf dem Programm: netzwerken und Kontakte knüpfen.

Schutzfrau Katrin Pretsch ist bei Problemen für Bürger auch per E-Mail erreichbar: homberg-pst-svo.ppnh@polizei.hessen.de (Chantal Müller)

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