Wegen fehlender Wirtschaftlichkeit

Post schließt ihre Filiale in Homberg

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Bald gibt es hier keine Post mehr: Die Postbank schließt die Filiale an der Ziegenhainer Straße Ende Juli. Dienstleistungen der Deutschen gibt es dann nur noch im Rewe-Getränkemarkt.

Homberg. Schon lange gab es Gerüchte über eine Schließung der Postbank in Homberg. Jetzt gab das Unternehmen die Bestätigung: Die Filiale an der Ziegenhainer Straße wird geschlossen.

Und zwar schon Ende Juli, wie Postbank-Sprecherin Iris Laduch-Reichelt mitteilt. „Die Filiale an der Ziegenhainer Straße 17 öffnet letztmalig am Mittwoch, 25. Juli 2018.“

Grund für die Schließung ist die fehlende Wirtschaftlichkeit der Filiale. „Die Nachfrage an Bankprodukten fehlte in Homberg. Es wurde nicht so häufig nach zum Beispiel Bausparverträgen gefragt, dass wir kostendeckend arbeiten konnten“, so Laduch-Reichelt. Kleinteilige Postdienstleistungen seien nicht wirtschaftlich für die Postbank, gab sie an.

Der angebotene Service im Bereich Post- und Paketdienstleistungen soll deshalb von der Postbank auf die Partnerfiliale der Deutschen Post am Stellbergsweg übertragen werden. Sie befindet sich im Rewe-Getränkemarkt. Dass Kai Mohr sein Angebot dort vergrößern will, bestätigte er auf HNA-Anfrage bereits.

Damit könnten laut Postbank die Angebote der Post wie gewohnt in Anspruch genommen werden. Lediglich die Versorgung mit Postbank-Dienstleistungen ändere sich.

Für beratungsintensivere Themen wie Baufinanzierung und Altersvorsorge soll nach der Schließung die Postbank-Filiale in Fritzlar, Gießener Straße 12, zur Verfügung stehen. Die nächste Möglichkeit, Bargeld am Automaten abzuheben, gebe es an der Shell-Tankstelle an der Marburger Straße 13 in Homberg. Darüber hinaus bestehe die Möglichkeit, sich über das sogenannte Cashback-Verfahren beim bargeldlosen Bezahlen kostenfrei Geld auszahlen zu lassen.

Wie viele Mitarbeiter von der Schließung betroffen sind, wollte die Sprecherin auf Anfrage „aus Sicherheitsgründen“ nicht nennen. „Wir können aber versichern, dass niemand in die Arbeitslosigkeit geschickt wird.“ In Homberg gehörten die Mitarbeiter ohnedies bereits zur Deutschen Post, seien aber für die Postbank tätig gewesen. „Sie sind Beamte und gehen wieder zurück an die Deutsche Post“, sagt Laduch-Reichelt. Es habe Gespräche gegeben, ein Teil gehe möglicherweise in den Vorruhestand.

Was nach dem Auszug der Postbank mit dem denkmalgeschützten Gebäude passiert, steht noch nicht fest. „Ich habe einen langfristigen Mietvertrag mit der Deutschen Post für die Räume. Auch über zwölf Monate hinaus. Deshalb gibt es noch keine neuen Pläne“, sagt der Eigentümer.

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