Radwege bringen den Tourismus im Schwalm-Eder-Kreis nach vorne

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Übernachtungszahlen sind zum vierten Mal in Folge gestiegen

Schwalm-Eder. Der Tourismus wird im Schwalm-Eder-Kreis zunehmend ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Bei den Gästeankünften und bei den Übernachtungen verzeichneten die Betriebe im vergangenen Jahr erneut Steigerungsraten (Hintergrund). Die Entwicklung halte bereits vier Jahre an, erklärte Landrat Winfried Becker.

Taktgeber ist dabei vor allem der Radtourismus, der auch im Landkreis immer beliebter werde. 450 Kilometer ausgebaute Wege gebe es im Landkreis. Dieses Angebot soll in den kommenden Jahren noch besser vermarktet werden. Federführend durch den Schwalm-Eder-Kreis soll für ganz Nordhessen ein sogenanntes Radwegemanagement aufgebaut werden. Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich auf knapp 300 000 Euro. Vom Land Hessen gibt es dazu einen Zuschuss von 191 000 Euro.

Das Klientel der E-Bike-Nutzer wachse beständig. „Diese Radfahrer erwarten ein gut ausgebautes Wegenetz. Hier gibt es ein großes Entwicklungspotenzial. Darauf müssen wir uns einstellen“, so der Landrat. Das bedeute beispielsweise auch, mehr Strecken zu asphaltieren.

Die Digitalisierung spiele im Tourismus eine immer größere Rolle. Deshalb müsse man beispielsweise auch über eine Radwege-App für den Landkreis nachdenken, so der Landrat.

Ein weiterer Schwerpunkt im Tourismus sind die Wanderangebote. Wie umfangreich das Wegenetz ist, lasse sich allerdings nicht sagen, so Rainer Geisel, Leiter des Fachbereichs für Wirtschaftsförderung beim Landkreis.

Ähnlich wie bei den Radwegen sollte auch für die Wanderwege ein Kataster aufgebaut werden, regte Landrat Becker an. Die ehrenamtliche Arbeit der Wandervereine sei wertvoll, stoße aber an Grenzen. Ein weiteres Ziel sei es, die Wanderparkplätze besser auszubauen und zu beschildern. 

Die Beherbergungsbetriebe im Landkreis verzeichneten im vergangenen Jahr 215 500 Gästeankünfte. (2016: 207.400). Das ist ein Plus von etwa vier Prozent. Daraus resultierten 601.200 Übernachtungen (587 100). Das entspricht einem Zuwachs von etwa zwei Prozent. In die Bilanz, die vom Statistischen Landesamt geführt wird, werden allerdings nur Betriebe aufgenommen, die mehr als zehn Betten haben. Pauschal könne man noch einmal 20 Prozent hinzurechnen, meint Rainer Geisel, Leiter des Fachbereichs für Wirtschaftsförderung beim Landkreis. Aus Gründen des Datenschutzes habe der Landkreis keinen weiteren Einblick in die Statistik.

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