Zaun zum Grundstück der Anwohner geplant

Nächtliche Randale in Homberg: Landkreis will für Ruhe sorgen

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Ein Zaun, ein Poller und ein Schild: Der Landkreis will auf dem Parkplatz der Kreisverwaltung (hinten im Bild) Ideen für mehr Sicherheit umsetzen. 

Gröhlende Jugendliche, Lärm und leere Alkoholflaschen auf dem Parkplatz der Kreisverwaltung – dieses Bild soll bald der Vergangenheit angehören. Erste Lösungen sollen bis Frühjahr 2019 umgesetzt sein. 

Nachdem sich Anwohner Maik Aschenbrenner über die Sachbeschädigungen auf seinem Grundstück an der Kasseler Straße beschwert hatte, lud ihn der Landkreis zum Gespräch ein. Die Behörde will jetzt Ideen für mehr Sicherheit umsetzen. 

„Ich möchte nicht zu euphorisch sein, aber es klingt alles sehr positiv“, sagt Aschenbrenner. Gemeinsam mit Landrat, Polizei, Kirche und Ordnungsamt der Stadt hat er die Probleme und seine Vorschläge diskutieren können. „Wir nehmen das Problem sehr ernst“, sagte Landrat Winfried Becker auf Anfrage. Aus diesem Grund wolle man auch so schnell wie möglich mit den Arbeiten beginnen. „Das Ziel ist, alles bis zum Frühjahr umzusetzen.“

Kennzeichen als Privatgelände

Um weitere Schäden am Grundstück von Maik Aschenbrenner zu vermeiden, soll ein Zaun errichtet werden. „Das ist eine richtig gute Idee“, findet Aschenbrenner. Außerdem soll der Parkplatz als Privatgelände gekennzeichnet werden, berichtet der Landrat. „Dann kann die Polizei Verweise wegen Hausfriedensbruch erteilen.“ Außerdem würden derzeit Angebote eingeholt, um einen versenkbaren Poller auf dem Parkplatz aufzustellen. Der soll ab einer bestimmen Uhrzeit hochgefahren werden, die Kirchengemeinde soll eine Fernbedienung zur Nutzung erhalten.

Eine weitere Möglichkeit sei, den Parkplatz besonders hell auszuleuchten, um ihn so unattraktiver für Jugendliche zu machen. „Wenn wir ihn abdunkeln würden, würde es noch lauschiger werden“, sagt der Landrat. Dennoch solle im kommenden Jahr getestet werden, was besser funktioniere – die Lampen auszumachen, oder den Platz deutlich heller auszuleuchten.

Polizei will wieder stärker kontrollieren

Aschenbrenner ist sich im Klaren darüber, dass sich die Situation dann in andere Gebiete verlagern könnte. Dennoch glaubt er, dass mit den Vorschlägen die Situation verbessert werden kann. „Das Problem lässt sich nicht so einfach lösen. Aber die Jugendlichen brauchen alternative Treffpunkte“, meint er. Das bestätigt auch der Landrat: „Die Situation kann nicht nur auf den Parkplatz begrenzt werden.“ Es gebe eine besondere Situation am Stadtpark. Doch die Polizei wolle dort wieder stärker kontrollieren.

Zurzeit gebe es weniger Lärm und Zerstörung rund um den Parkplatz der Kreisverwaltung. Grund dafür sei die kalte Jahreszeit, glaubt Aschenbrenner. Und er ist dankbar dafür, dass sich endlich etwas ändern soll. Bei ihm bleibt das Gefühl, dass sich etwas tut, solange man sich auch dafür einsetzt. Dafür ist er auch bereit, Kompromisse einzugehen, berichtet Aschenbrenner. Sein Auto parkt er vorübergehend etwas weiter unten an der Straße, seinen Carport hat er besser ausgeleuchtet. „Um meinen Beitrag zu leisten“, sagt er. 

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