Mindestens 33 Veranstaltungen

Reformation soll Touristen nach Homberg locken

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Das Reformationsfenster in der Homberger Stadtkirche.

Homberg. Es hat etwas gedauert, doch scheint das Thema Reformationsjahr 2017 jetzt in der Reformationsstadt Homberg anzukommen: Im nächsten Jahr wird es mindestens 33 Veranstaltungen zum Jubiläum „500 Jahre Reformation" in der Kreisstadt geben.

Die Homberger Synode von 1526 gilt als der Anfang der Reformation in Hessen. Doch ist das Jubiläum und Hombergs Rolle dabei noch längst nicht bei allen Hombergern angekommen. Das liege vermutlich daran, dass man die Besonderheit der geschichtlichen Bedeutung der Stadt in der Vergangenheit zu wenig nach außen gekehrt habe, sagt Hombergs Bürgermeister Dr. Nico Ritz. „Andere machen mehr aus ihren Sehenswürdigkeiten.“ In Homberg seien die Stadtkirche, die Burg und der Marktplatz bedeutende Plätze der Reformationszeit.

Die Stadt werde sich im nächsten Jahr als zentraler Ereignisort der Reformation in Hessen erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen, sagt Ritz. Das Jubiläumsjahr sei der Anfang und nicht das Ende, um die Stadt im Reformations-Tourismus zu vermarkten. Doch sei das keine leichte Aufgabe. Das Thema spreche nicht gleich 98 Prozent der Bevölkerung an und sei schwieriger zu bewerben als ein Nationalpark. Ritz geht davon aus, dass die Auseinandersetzung damit ein schnell wachsender Prozess sein wird. Deutlich werde das schon Mitte September, wenn 1400 Jugendliche zum Schülerprojekt- und Konfirmandentag der Evangelischen Landeskirche in die Stadt kommen.

Man müsse aber auch realistisch sein, Homberg werde beim internationalen Reformations-Tourismus nicht so ein Anziehungspunkt wie Wittenberg oder Eisenach. Aber: Perspektivisch könne man in das Programm für internationale Angebote aufgenommen und eine interessante Station werden. „Es ist zwar noch etwas Arbeit, aber 2017 wird ein gutes Jahr für Homberg“, so Ritz.

Hintergrund

Die evangelische Kirche erinnert 2017 mit einem bundesweiten Jubiläumsprogramm an den 500. Jahrestag der Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers an der Schlosskirche in Wittenberg.

Auch in Homberg wird das gefeiert, denn die Homberger Synode von 1526 gilt als der Anfang der Reformation in Hessen. Ein Höhepunkt im Reformationsjahr 2017 sei in Homberg sicher das Landart-Projekt von Künstler Dr. Hans-Joachim Bauer, der auf einem Acker ein Luther-Bildnis entstehen lassen will. Außerdem werden sich die Schulen mit der Reformation beschäftigen. „Da kommt zu Beginn des Schuljahres viel Bewegung rein“, so Bürgermeister Ritz. 

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