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Richtfest für den neuen Anbau der Hermann-Schafft-Schule in Homberg

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Von: Lea Beckmann

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Die Hermann-Schafft-Schule in Homberg feierte Richtfest: von links Schulleiter Wolfgang Ernst, Steffen Ose von der Baufirma Ernst und Herwig, Architektin Ilka Berger und Dieter Schütz, Beigeordneter des LWV.
Die Hermann-Schafft-Schule in Homberg feierte Richtfest: von links Schulleiter Wolfgang Ernst, Steffen Ose von der Baufirma Ernst und Herwig, Architektin Ilka Berger und Dieter Schütz, Beigeordneter des LWV. © Lea Beckmann

Die Hermann-Schafft-Schule in Homberg feierte Richtfest. Der Rohbau ist die Erweiterung des Hauses 8 und ist mit dem vorhandenen Altbau verbunden.

Homberg – Der Landeswohlfahrtsverband Hessen als Schulträger hat neben dem denkmalgeschützten Schulbau Haus 8 einen neuen Gebäudeteil errichten lassen. Nun ist der Rohbau des Anbaus fertiggestellt.

1 Aufzug, einen Ganztagsbereich, ein Lernzentrum und eine Cafeteria werden in dem Neubau der Schule vorhanden sein. Damit verfügt das Haus 8 erstmalig über einen Aufzug. „Somit ist auch dieser Teil der Schule barrierefrei“, sagt Schulleiter Wolfgang Ernst.

8 Millionen Euro kostet der Neubau. Ursprünglich waren 6,5 Millionen Euro angesetzt. „Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukrainekriegs machten sich während des Baus bemerkbar“, sagte Dieter Schütz, Beigeordneter des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen. Es habe Engpässe bei den Lieferungen der Baumaterialien gegeben.

14 Unterrichtsräume stehen zur Verfügung. „Es wird fünf Hören-Räume, drei Sehen-Räume und sechs Differenzierungsräume geben“, sagte Ilka Berger, Architektin des Neubaus vom Kasseler Architekturbüro Hegger, Hegger, Schleiff. Die Differenzierungsräume bieten Platz für die Arbeit in Kleingruppen.

Der Rohbau des Anbaus an das Haus 8 der Hermann-Schafft-Schule ist fertig.
Der Rohbau des Anbaus an das Haus 8 der Hermann-Schafft-Schule ist fertig. © Beckmann, Lea

21 Monate dauerte die Fertigstellung des Rohbaus. „2019 haben wir mit den Planungen begonnen“, sagte Berger. Im Februar 2021 wurde der Grundstein für den Neubau gelegt. Im Frühjahr 2024 soll das Gebäude dann bezugsfertig sein. Anschließend soll der Altbau für rund 4,5 Millionen Euro umgebaut werden. Das 1911 errichtete Haus wird dann ebenfalls barrierefrei und kann künftig durch den Fahrstuhl im Neubau erreicht werden. Zudem werden der Brandschutz optimiert und ein zweiter Rettungsweg auf den neuesten Stand gebracht. 2025 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

65 Mikrobohrpfähle wurden für den Bau benötigt. Diese werden als Gründungs- und Verankerungselement in den Boden gesetzt. „Sie dienen zur Stabilität des Gebäudes – damit es nicht wegkippt oder absackt“, sagte Dieter Schütz.

Der Neubau der Hermann-Schafft-Schule ragt über drei Geschosse

138 hörgeschädigte Kinder und 56 sehbehinderte Kinder finden Platz in den neuen Räumen der Schule. „Bisher wurden die Kinder in unterschiedlichen Gebäuden unterrichtet, nach der Fertigstellung von Haus 8 können die Kinder gemeinsam miteinander, aber auch voneinander lernen“, sagte Wolfgang Ernst.

1.700 Quadratmeter umfasst der Neubau. Das Gebäude hat drei Geschosse und ein Staffelgeschoss. Das ist das oberste Stockwerk und die Grundfläche ist nicht die gleiche wie im Geschoss darunter. Für den Bau wurde die Baufirma Ernst und Herwig aus Leinefelde beauftragt.

154.000 Euro beträgt die Fördersumme. Diese kommt aus dem Kommunalinvestitionsprogramm II des Landes Hessen.

Hermann-Schafft-Schule

Die Hermann-Schafft-Schule (HHS) hat die Förderschwerpunkte Hören und Kommunikation sowie Sehen. 1838 wurde sie als Taubstummenanstalt gegründet. Der Förderschwerpunkt Sehen kam hinzu. Die 194 Kinder und Jugendlichen der HHS kommen aus Nord- und Osthessen sowie aus den nördlichen Kreis Marburg-Biedenkopf. Die HHS ist eine von 15 Förderschulen des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV). Seit 1953 ist sie in der Trägerschaft des LWV. Die Unterstützung von behinderten, psychisch kranken und sozial benachteiligten Menschen in ihrem Alltag und Beruf gehört zur Hauptaufgabe des LWV. Er wird getragen von den hessischen Landkreisen und kreisfreien Städten.

(Lea Beckmann)

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