Park feiert damit 50-jähriges Bestehen

Der Rothirsch im Visier: Wildpark Knüll informiert in Ausstellung über das Tier

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Hirsche gehören mit zu den ersten Bewohnern des Wildparks: Auf dem Bild ist eines der Exemplare des Rothirsches zu sehen, der sich mit dem Dam- und Sikawild zur Fütterung versammelt. 

Allmuthshausen. Die Brunft naht, und daher widmet sich der Wildpark Knüll in seinem Jubiläumsjahr zum 50. Bestehen der Anlage in den kommenden Wochen im Spätsommer und Herbst thematisch dem Hirsch.

Eine Ausstellung zum Rothirsch im Naturentdeckerhaus ist einer der Schwerpunkte der Aktionen rund um den König des Waldes. Weiterer Höhepunkt ist der Tag der Jagd und Fischerei am kommenden Sonntag, 9. September.

Dort werden auch die Jäger über das Vorkommen des Tieres in unserer Region und dessen Verhalten informieren, sagte Stefan Preis vom Vorstand des Kreisjagdvereins Fritzlar-Homberg. Der Rothirsch sei der größte heimische Hirsch.

Allein über das Geweih gebe es viel Interessantes zu erfahren. Es wachse jedes Jahr neu, nachdem es im Februar abgeworfen werde, sagte er und zeigte eines des Geweihe aus der Ausstellung, das man auch anfassen kann, was beim lebenden Hirsch zu gefährlich wäre.

Jedes Tier habe ein individuelles Geweih, das aus Knochen besteht und unterschiedlich geformt sei. Je stattlicher das Geweih und je mehr Enden es habe, desto gesünder und kräftiger sei das Tier. So messen sich nur die Hirsche miteinander, die ungefähr die gleiche Geweihgröße haben.

Der Rothirsch sei eigentlich ein tagaktives Tier, sagte Sara Engelbrecht, stellvertretende Leiterin des Wildparks. Das erkenne man an den ausgeprägten Augen, die ein breites Farbspektrum aufweisen. Allerdings sei der Rothirsch nur nachts zu sehen, da er seit Jahrtausenden stark bejagt wird. Das Rotwild sei sehr sensibel und habe einen großen Ruhebedarf. In der Region sei es im Knüll, dem Burgwald und am Edersee beheimatet.

Brunftführungen

Die Ausstellung informiert auch über die anderen Hirscharten im Park, das Dam- und das Sikawild und über die Unterschiede zum Reh, das zur Gattung der Trughirsche gehört. Ein weiterer Schwerpunkt rund um das Thema Hirsch werden die Brunftführungen auch speziell für Kinder sein.

Tag der Jagd: Bläserkoprs und Greifvögel

Im Jahr des 50-jährigen Bestehens der Wildparks Knüll steht auch des Tag der Jagd und Fischerei im Zeichen des Jubiläums. Am Sonntag, 9. September, geht es von 11 bis 17 Uhr um Fischerei und Wild. Es gibt viele Informationen über Fisch und Wildbret. Das Bläserkorps des Kreisjagdvereins Fritzlar-Homberg wird spielen, Hessen Forst wird wieder Aktionen im Eingang bieten, dort werden auch die Falkner ihre Greifvögel zeigen. 

Im Vorfeld wird Dr. Andreas Kinser am Freitag, 7. September, ab 19 Uhr im Naturzentrum des Wildparks über die Rotwildforschung referieren. Angesprochen sind Jäger und Naturfreunde. Kosten: Fünf Euro. Die Ausstellung ist ab sofort zu den Öffnungszeiten des Wildparks zwischen 9 und 19 Uhr zu sehen.

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