Sanierung des Jugendzentrums in Homberg: Genehmigung für Aufträge fehlte

Homberg. Die schlechten Nachrichten für die Stadt Homberg reißen nicht ab: Nicht nur, dass die Kosten für die Sanierung des Jugendzentrums im Davidsweg explodiert sind (wir berichteten), es hat überdies offenbar gravierende Verfehlungen bei der Auftragsvergabe gegeben.

Vorbei am Bürgermeister, am Magistrat und den Stadtverordneten sollen Aufträge in Höhe von rund 180.000 Euro vergeben worden sein.

„Es wurde nicht ohne Auftrag gearbeitet, sondern ohne ordnungsgemäß zustande gekommene Aufträge“, sagte Bürgermeister Dr. Nico Ritz, am Donnerstagabend bei der Stadtverordnetensitzung in der Stadthalle. Das entspreche so nicht dem „üblichen Geschäftsgang in einer Verwaltung“, erklärte Ritz. Im Klartext heißt dies, über die Auftragsvergabe wurden die Gremien, anders als vorgeschrieben, nicht informiert.

Zudem seien weitere Aufträge für die Sanierung des Hauses in Höhe von 1,02 Mio. Euro schon im Juli 2014 zwar ordnungsgemäß vergeben worden, aber es sei den Magistratsmitgliedern und dem Parlament nicht klar gewesen, welche Aufträge vergeben wurden und dass es sich dabei teilweise schon um Überschreitungen der Kosten gehandelt habe.

Die Kosten für die Sanierung werden voraussichtlich 1,18 Mio. Euro betragen. 300.000 Euro mehr als veranschlagt. (may)

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