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Mangel bei Blutkonserven: Angespannte Lage, aber kein Notstand im Landkreis

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Von: Maja Yüce

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Fotos während einer Blutspendeaktion des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) 2020
Der Vorrat an Blutkonserven erreicht aktuell in einigen Bundesländern einen Tiefstand. In Hessen – somit auch im Schwalm-Eder-Kreis – beginne sich die Menge zu verknappen. (Symbolbild). © photo2000/Imago

Angespannte Lage, aber noch kein Notstand an Blutkonserven im Landkreis.

Schwalm-Eder – Der Vorrat an Blutkonserven erreicht aktuell in einigen Bundesländern einen Tiefstand. In Hessen – somit auch im Schwalm-Eder-Kreis – beginne sich die Menge zu verknappen, sagt Eberhard Weck, der Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg - Hessen des Deutschen Roten Kreuzes ist.

Noch sei die Situation aber nicht so gravierend wie in Nordrhein-Westfalen und im Saarland, wo die Lager beim DRK-Blutspendedienst, dem größten Versorger, fast leer seien. Dort seien nur noch so wenige Blutkonserven auf Lager, wie die Krankenhäuser innerhalb eines Tages für ihre Patienten verbrauchen. „Bei uns reichen die Vorräte derzeit für zwei Tage“, sagt Weck. Dies sei zwar auch schon weniger, als man im Regelfall vorhalte, aber noch keine sehr kritische Situation. „Eigentlich müssten Konserven für vier Tage vorrätig sein“, erklärt er. Viel länger könne man das Blut auch nicht aufbewahren, da es Bestandteile habe, die nicht so lange haltbar seien. „Wir können uns die Lagerkeller nicht für mehrere Wochen vollmachen“, sagt Weck im HNA-Gespräch. Deshalb sei man auf regelmäßige Spenden und somit auf das Tagesgeschäft angewiesen. Doch genau das laufe derzeit nicht wie gewohnt: Weil im Moment ungewöhnlich viele Menschen krank sind, kämen weniger Blutspender als sonst zu den Terminen. Und: Auch das DRK-Team bleibe von der Grippe- und Coronawelle nicht verschont. „Sind unsere Mitarbeiter krank, müssen wir mitunter auch Blutspende-Termine absagen“, so Weck. Dies sie zuletzt häufiger der Fall gewesen – ein Teufelskreis.

Verschärft werde die Situation dadurch, dass es in vielen Krankenhäusern einen erhöhten Bedarf an Blutkonserven gebe

Noch könne man aber auch im Schwalm-Eder-Kreis allen Nachfragen aus den Krankenhäusern nachkommen. „Ob es dabei bleibt, hängt davon ab, wie sich die Krankheitswelle weiterentwickelt“, sagt Weck. Verschärft werde die Situation dadurch, dass es in vielen Krankenhäusern einen erhöhten Bedarf an Blutkonserven gebe. Grund dafür: Während der Hochphase der Corona-Pandemie mussten Kliniken nicht lebensnotwendige Operationen verschieben. Viele davon werden nun nachgeholt. (Maja Yüce)

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