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Krieg in der Ukraine: Geflüchtete kommen oft bei Verwandten im Landkreis unter

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Von: Maja Yüce

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Geflüchtet vor dem Krieg, werden sie nun vorübergehend in Korbach untergebracht: Hier Mutter Viktoria mit ihren Töchtern Anastasia, Nina und Anna.
Geflüchtet vor dem Krieg, finden viele Ukrainer Zuflucht bei Verwandten und Freunden in Deutschland. (Symbolbild) © Stefanie Rösner

Seit Russland die Ukraine angreift, sind Menschen auf der Flucht. Die ersten Kriegsflüchtlinge sind auch bereits im Schwalm-Eder-Kreis angekommen. 

Schwalm-Eder – Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine haben sich bis zu 150 Menschen aus dem angegriffenen Land bei der Sozialverwaltung des Landkreises gemeldet. Doch: Wie viele Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine derzeit tatsächlich im Landkreis sind, kann niemand ganz genau sagen.

Tatsächlich dürften es deutlich mehr als die von der Kreisverwaltung genannten bis zu 150 Menschen sein.

Schwalm-Eder-Kreis: Ukrainer sind oft bei Freunden und Verwandten untergebracht

Überwiegend seien die vor dem Krieg geflohenen Menschen bei Freunden und Verwandten untergebracht. „Durch die Sozialverwaltung wurden bislang 20 Personen in Privatunterkünfte vermittelt“, sagt Stephan Bürger, Pressesprecher der Kreisverwaltung auf HNA-Anfrage.

Man erwarte aber in naher Zukunft eine bundesweite Verteilung der Geflüchteten. „Daneben wird es sicher weiterhin eigeninitiierte Einreisen geben, zumal die Vertriebenen die Zuweisungsangebote nicht annehmen müssen“, sagt Bürger.

Ukrainer können 90 Tage ohne Visum im Schengenraum bleiben. Erforderlich wird die Anmeldung erst dann, wenn man Leistungen beziehen möchte. Dazu zählen zum Beispiel finanzielle Unterstützung für Unterkunft und Lebensunterhalt. Auch eine Krankenversicherung und Sprachkurse gehören dazu.

Krieg in der Ukraine: Hilfsbereitschaft im Landkreis ist groß

Beeindruckt sei man im Kreishaus von der großen Hilfsbereitschaft im Landkreis, betont Bürger und nenn das auf der Homepage des Kreises eingestellte Meldeformular für Wohnraum als ein Beispiel dafür. „Es ist ein voller Erfolg. Dort wurden in der vergangenen Woche rund 200 Wohnungsangebote unterbreitet“, sagt Bürger. Diese würden nun einzeln gesichtet und nach Eignung geprüft.

Um auf die Ankunft weiterer Geflüchteter vorbereitet zu sein, habe man im Landkreis einen Verwaltungsstab zur Ukraine gebildet. Kurzfristig sei Personal zusammengezogen und erweitert worden, um insbesondere im Bereich der Sozialverwaltung und der Ausländerbehörde die Unterstützung zu koordinieren.

Informationen über die vielen Spendenaktionen im Schwalm-Eder-Kreis sollen in Abstimmung mit den Bürgermeistern der 27 Städte und Gemeinden dort gebündelt werden, so Bürger. Jede Kommune habe Ansprechpartner benannt, die auf der Internetseite des Kreises aufgelistet sind. (Maja Yüce)

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