Fünf Schülerinnen waren die Besten

Sechs Homberger Abiturienten haben eine Eins

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Ehrung für die Besten des Jahrgangs: Von links Jutta Blau, Julian Bolz (Abi mit1,4), Lara Zilch (1,4), Pauline Bartels (1,4) Lena Rose (1,0), Frederike Bauer (1,2) und Annemarie Wittig (1,4). 

Homberg. Verabschiedet wurden die Abiturienten der Homberger Theodor-Heuss-Schule in der Stadthalle. Fünf von sechs Abiturienten mit einer Eins vor dem Komma waren junge Frauen.

In seiner Ansprache ging Schulleiter Dr. Ralf Weskamp auf die Angleichung der Sprache, auch als politische Korrektheit umschrieben, ein. Sie werde offenbar nicht von allen als positiv erlebt, sondern erzeuge bei manchen das Gefühl, sie verbiete ihnen den Mund. Anlass zur Kritik gebe es bei Kinderbüchern. Als Beispiel führt Weskamp „Das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler aus dem Jahr 1966 an, in dem von einem „schwarzen Scheusal“ die Rede ist. Was damals kein Aufsehen erregte werde heute als rassistische Äußerung interpretiert. Politische Korrektheit als erzieherisches Programm habe den Sinn, Sprache und Verhalten so zu normieren, dass bestimmte soziale Gruppen nicht ausgeschlossen oder marginalisiert werden, wodurch auch eine Verbesserung des Umgangs miteinander und die Akzeptanz verschiedener Lebensformen eingetreten sei.

Sorgte für die musikalische Umrahmung der Abiturfeier: Das Schulorchester der THS erhielt für seine Interpretation des Schlittschuhläufers viel Beifall.

Das Schulorchester setzte mit dem „Schlittschuhläufer“ von Emile Waldteufel Maßstäbe für eine gelungene Darbietung. Mit einem Vortrag voller Wucht, Eleganz und Präzision erspielte es sich verdienten, langen Applaus.

In seiner Tutorenrede berichtete Dr. Francois Beilecke, dass er überrascht gewesen sei, als er das Motto des Abiturjahrgangs erfuhr: „Heute Abitur, Captain morgan.“ Erstaunt sei er weniger wegen der Anspielung auf den Genuss geistvoller Getränke, eher verwundert sei er gewesen, dass man nach Höherem strebe. „Also Kapitäne wollen unsere Kadetten werden“. Nach drei Jahren Fahrt auf dem Schulschiff „Bundespräsident-Theodor-Heuss“ seien die Abiturienten aber anständige Steuerleute geworden, die vielleicht sogar einmal Kapitäne werden könnten.

Abiturientenrednerin war Annemarie Wittig. Sie erinnert daran, dass man sich in der Stadthalle vor einigen Jahren mit einer bunten Blume in der Hand getroffen habe. Das war der Tag, als die Schulzeit an der THS begann. Regelmäßiges Verirren bei der Erkundung der neuen Schule war an der Tagesordnung und die Pausenhalle wurde lieber vermieden. Die Klassenverbände seien aber nach der Aufteilung in die Kurse schnell vergessen gewesen und man habe sich akzeptiert und arrangiert.

Nicht leicht mit ihnen hätten es die Lehrer gehabt, denen ihr Dank galt. Abschließend erinnerte die Abiturientin an Eleanor Roosevelt, die einst sagte, dass die Zukunft denen gehöre, die an die Wahrhaftigkeit ihrer Träume glauben, und wünschte allen Glück, das man zum Erreichen jener Träume brauche.

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