Mieter richten sich ein

Sechs Wochen bis zur Eröffnung des Einkaufszentrums in Homberg

Überblick über den Homberger Stadtkern. Auf dem Archivbild ist gegenüber des Stadtparks noch das alte Autohaus Ulrich zu erkennen.
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So sah es aus, bevor es losging: Auf unserem Archivbild aus dem Jahr 2016 ist gegenüber des Stadtparks noch das alte Autohaus Ulrich zu erkennen.

Durch die Eröffnung des Einkaufszentrums erhoffen sich die Homberger eine Belebung ihrer Innenstadt. Auch Bürgermeister Dr. Nico Ritz ist froh, dass es nach vielen Jahren der Planungen endlich losgeht.

Mit dem Einkaufszentrum erhalte die Stadt einen „wesentlichen Teil ihrer Funktion“ zurück, sagt Ritz. Nun befänden sich Geschäfte des alltäglichen Bedarfs wieder in der Innenstadt. „Das eröffnet auch Einzelhändlern in der Altstadt die Möglichkeit, die Menschen, die dort sind, für sich zu gewinnen“, ist sich der Bürgermeister sicher. Er betont aber auch: „Das Einkaufszentrum ist nicht die Lösung für alle Herausforderungen, die noch vor uns liegen.“ Doch die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Innenstadt sei nun geschaffen.

„Es ist gut, dass das Einkaufszentrum kommt“, sagt auch Florian Ried, Vertriebsleiter der Firma Theo Ried Büroorganisation. Zum einen werde die brachliegende Fläche genutzt, zum anderen profitierten sicher Einzelhändler und Kunden, wenn die Geschäfte in der Innenstadt zentralisiert werden. „Damit gibt es einen neuen Anlaufpunkt in der Stadt“, sagt Ried. Er glaubt, dass zumindest Einzelhändler an der Westheimer und Ziegenhainer Straße mit der Ansiedelung des neuen Einkaufszentrums Drehscheibe neue Kunden gewinnen könnten. 

Neues Einkaufszentrum in Homberg: Pre-Opening am 9. Dezember

Dem geplanten Verkaufsstart am Donnerstag, 10. Dezember, soll am Mittwoch, 9. Dezember, eine Abendveranstaltung, ein sogenanntes Pre-Opening vorausgehen, berichtet Mohamed Younis, Geschäftsführer von Schoofs Immobilien. In welcher Form das in Coronazeiten stattfinden könne, sei noch unklar. „Wir müssen die neuen Regelungen abwarten.“ Normalerweise veranstalte der Bauherr am Abend vor Verkaufsstart in seinen Projekten eine Art „Volksfest“ mit Musik und Aktionen für alle Einwohner. „Das geht dieses Mal nur eingeschränkt“, so Younis. Auch die Aktionen am Eröffnungstag könnten erst kurzfristig geplant und umgesetzt werden. Fest steht aber: Die Öffnung ist laut Younis für etwa 8 Uhr geplant. „Ein Bändchen wollen wir mit dem Bürgermeister durchschneiden. Das wollen wir uns nicht nehmen lassen“, sagt der Geschäftsführer.

Bis zum Eröffnungstermin in sechs Wochen ist noch einiges zu tun. Derzeit würden die Räume an die Mieter übergeben, damit die Händler mit dem Ausbau und der Einrichtung ihrer Läden beginnen können. Müller und Woolworth täten dies bereits, berichtet Younis. Auch der Gastronomiebereich sei nahezu betriebsbereit. Jeder Mieter müsse ein Hygienekonzept vorhalten, auch Schoofs habe für Eingangsbereiche, die Mall und den Parkplatz ein Konzept vorlegen müssen. „Das wird derzeit geprüft.“

Neues Einkaufszentrum in Homberg: Fünfjährige Planungs- und Bauphase geht zu Ende

Für Younis geht die fünfjährige Planungs- und Bauphase mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu Ende. „Wir sind glücklich, dass wir eröffnen können“, sagt er. Gleichzeitig trübe die Coronapandemie die Freude: „Wir können den Start nicht so realisieren, wie wir das gerne getan hätten.“ Sollten nach Gastronomie, Hotellerie und Fitnessstudios auch wieder Einzelhändler ihre Filialen dichtmachen müssen, könnten wohl nur Rewe, Müller und Aldi öffnen. „Diese Unsicherheit beschäftigt uns sehr“, sagt Younis. (Chantal Müller)

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