Sie bringen Essen nach Hause: Lieferservice für Tafelkunden

Ehrenamtliche bieten Homberger Tafelkunden Lieferservice

+
Wollen Homberger Tafelkunden mit Lebensmitteln versorgen: von links Kimberly Winkels und Janine Ide aus Homberg, Jürgen Trogisch von der Hütt-Brauerei, Heike Mardorf aus Merxhausen, Pierre Frommann und rechts Initiator Peter Kurt Wagner aus Mörshausen suchen weitere ehrenamtliche Helfer. (Dieses Foto wurde aufgenommen, bevor die Kontaktsperre von mehr als zwei Personen verhangen wurde)

Heute startet ein Projekt, das vor wenigen Wochen nicht denkbar war:

Peter Kurt Wagner aus Mörshausen will zusammen mit seinem Team Menschen in der Not mit Lebensmitteln versorgen. Das Angebot richtet sich an die Kunden der Homberger Tafel, die wegen der Coronakrise keine Lebensmittel mehr ausgeben kann (wir berichteten). Die Idee: Die Ehrenamtlichen holen – ganz ähnlich wie die Tafel und doch ganz unabhängig von ihr – montags und mittwochs übrig gebliebene Lebensmittel in den Supermärkten ab. Dienstags und donnerstags sollen sie kistenweise bei all denen vor die Haustür gestellt werden, die sich in dieser und in der nächsten Woche fürs Projekt angemeldet haben.

Lieferdienst für Tafelkunden: Mittwoch geht's los

Heute (Mittwoch) um 10 Uhr geht es auf dem Homberger Marktplatz los: Dort steht dann ein Hüttchen, an dem sich die bisherigen Tafelkunden – natürlich mit viel Abstand – bis 13 Uhr registrieren können. Auch am Freitag, 27. und Montag, 30. März, und Freitag, 3. April, besteht die Gelegenheit, sich zwischen 10 und 13 Uhr am Marktplatz als Lebensmittelbezieher registrieren zu lassen.

Dabei müssen all die, die versorgt werden wollen, Namen und Anschrift angeben – und unterschreiben, dass sie am vorgesehenen Auslieferungstag auch wirklich zu Hause sein werden: Eine zweite Anfahrt sei bei dem Unternehmen, das sich aus Ehrenamt und Spenden finanzieren will, nicht möglich, sagt Peter Kurt Wagner.

Lieferdienst für Tafelkunden: Viele Helfer machen mit

Einen Anspruch auf eine bestimmte Menge an Lebensmitteln gibt es aber nicht: „Wir müssen erst einmal schauen, wie die Aktion überhaupt anläuft“, sagt der 55-Jährige, der an allen Ecken und Enden Hilfe und Helfer, Kühlschränke und Fahrzeuge gesucht und gefunden hat. Die Hütt-Brauerei stellt nun ganz unbürokratisch einen Kühlwagen und alkoholfreie Getränke zur Verfügung, auch das Unternehmen Schwalm-Eder-Getränke und die Spedition Klinge aus Wabern, die Stadt Homberg und die Starthilfe haben Unterstützung zugesagt. Wagner ist gelernter Koch, er hat schon früher oft von vielen Leuten gehört, dass sie finanziell kaum klar kämen. In Zeiten der Coronakrise, sagt der Mörshäuser, seien vor allem die bisherigen Tafelkunden völlig aufgeschmissen. Ihnen zu helfen, das sei das Ziel. Das sehen auch die Helfer so, die mitanpacken wollen: Janine Ide ist selbst Tafelkundin, will aber in Coronazeiten nicht nur zu Hause rumsitzen, sondern anderen Menschen helfen. Ihrer Tochter Kimberley Winkels geht es nicht anders. Für Heike Mardorf steht fest: „Das Projekt hilft, wieder auf den Teppich und zur Besinnung zu kommen. Es ist wichtig, dass sich die Menschen untereinander helfen.“ 

Wer dabei sein will, ist willkommen, er sollte sich zuvor mit Peter Kurt Wagner unter Tel. 0 15 20/ 2 81 35 48 in Verbindung setzen.

Schutz vor Corona: Schwangere müssen ohne Partner in den Kreißsaal.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.