Katrin Anders soll Region voranbringen

Sie hat den Knüll im Blick: Zweckverband Knüllgebiet mit neuer Geschäftsführerin

Katrin Anders lehnt an einer Mauer der Homberger Hohenburg und schaut in den Knüll.
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Soll den Zweckverband Knüllgebiet voranbringen: Katrin Anders ist die neue Geschäftsführerin.

Seit August war die Stelle der Geschäftsführung des Zweckverbands Knüllgebiet unbesetzt. Mit der Hoffnung auf Anerkennung des Knülls als Naturpark, gibt es jetzt Verstärkung im Team: Katrin Anders ist die neue Geschäftsführerin.

Schwalm-Eder – Bei strahlendem Sonnenschein sitzt Katrin Anders auf den breiten Mauern der Homberger Hohenburg und hat einen Blick auf das, wo sie künftig ordentlich mit anpacken will: den Knüll.

Die 41-Jährige ist die neue Geschäftsführerin des Zweckverbands Knüllgebiet. Ihre Aufgabe: Regionalentwicklung und Leaderförderung voranbringen – und den Naturpark, dessen Anerkennung derzeit noch läuft, auf sichere Füße stellen.

Für Anders bedeutet der Knüll Heimat. Die Region ist ihr bekannt: Anders stammt aus Frielendorf, war bis zum Jahr 2013 beim Nationalpark Kellerwald-Edersee beschäftigt und wechselte anschließend zur Stadtverwaltung Wernigerode im Harz. Dass sie irgendwann wieder zurück in ihre alte Heimat möchte, sei klar gewesen, erzählt sie. Dass es nun so schnell ging, nicht. „Aber ich stürze mich jetzt kopfüber in die Arbeit“, sagt Anders.

Den Zweckverband selbst gibt es bereits viele Jahre. Dort betrete sie ausgetretene Pfade, in Sachen Naturpark Knüll allerdings lasse sich viel gestalten und entwickeln, denn er stehe noch ganz am Anfang. Die Coronapandemie habe das Besinnen auf die eigene Region befördert. „Das ist eine gute Grundlage.“ Eine, an die Katrin Anders anknüpfen möchte: „Ich habe Lust, das weiterzuentwickeln.“ Der Naturpark, auf dessen Anerkennung der Zweckverband noch hofft, sei ein toller Aktionsraum.

Vorrangig gehe es für sie deshalb nun darum, neue Eckpunkte für die zukünftig lokale Entwicklungsstrategie festzulegen. Themen wie Klimaschutz, regionale Produktentwicklung und Tourismus seien wichtige Eckpunkte. Auch die Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten etwa will Anders ausbauen, ehrenamtliche Naturparkführer sollen ausgebildet werden. Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit benennt die 41-Jährige klar als ihre Schwerpunkte, deren Aufgabe es sein wird, Projekte zu koordinieren und Akteure zusammenzubringen. Unterstützt wird sie dabei von zwei Mitarbeitern.

„Der Naturschutz liegt mir schon immer am Herzen“, erzählt Anders. Wie wichtig ihr dieses Thema ist, wird beim Blick in ihren Lebenslauf klar: Anders studierte unter anderem Ethnologie, beschäftigte sich damit, welche Naturbilder den Menschen prägen. Bei der Stadt Wernigerode war sie für nachhaltige Stadtentwicklung und Demografie zuständig.

Beim Zweckverband Knüll, der seit August 2020 ohne Geschäftsführerin war, gehe es für Anders nun darum, die Strukturen kennenzulernen und erste Vorbereitungen für die Bildungsarbeit zu treffen. Auch das Leader-Management müsse vorbereitet werden, berichtet sie. Erst dann gehe es in Sachen Naturpark so richtig an die Arbeit – und darum, lokale Entwicklungsthemen miteinander zu verknüpfen. (Chantal Müller)

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