Spaß im Gelände: Beim Canicross laufen Hund und Halter zusammen

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Gemeinsam sportlich aktiv: Lutz Debus betreibt mit seinem Hund TJ die noch unbekannte Sportart Canicross.

Homberg. Sobald TJ spürt, dass es nach draußen geht, wird der  zweijährige Australian Sheperd unruhig: Er will mit seinem Herrchen laufen. Es geht aber nicht einfach nur spazieren.

Die beiden üben gemeinsam die noch eher unbekannte Sportart Canicross aus. Das machen sie seit etwa vier Monaten.

Beim Canicross laufen Hund und Halter gemeinsam durchs Gelände. Dabei ist der Hund durch eine elastische Leine mit dem Läufer verbunden. „Der Hund wird beim Laufen als Zugmittel benutzt“, sagt Debus.

Auf den Sport aufmerksam geworden ist der 54-jährige Homberger durch einen Freund. Der sprach ihn an und fragte, ob er nicht Lust habe, seinen Hund mit in sein Training einzubinden. So könne er seinen Sport weiterführen, verbringe Zeit mit TJ und fördere ihn auch noch.

Jetzt sind die beiden mehrmals in der Woche gemeinsam im Gelände unterwegs.

Spaß am Sport 

Lutz Debus ist wichtig, dass sein Hund Spaß am Laufen hat. Wie viel Freude es dem Australian Sheperd bereitet, zeigt er seinem Halter bei jedem Training: „TJ hat noch nicht erkannt, dass es sein Sport ist. Für ihn ist das alles noch ein Spiel. Manchmal springt er beim Laufen noch an mir hoch.“

Um gemeinsam Sport machen zu können, hat Debus seinem Hund extra ein Geschirr gekauft. Wichtig dabei ist, dass die Kraft über Brust und Schulter verteilt wird. Nur so kann sich der Hund beim Ziehen nicht verletzen. Als Läufer benötigt man einen Beckengurt, an dem die elastische Zugleine befestigt wird. „Im Idealfall besitzt man noch einen Sicherheitskarabiner. Dann kann man die Leine im Notfall lösen.“ Für ein sicheres Laufen empfiehlt der Sportler Schuhe mit Profil. Nur so hat man Halt und Sicherheit im Gelände.

Zehn Minuten Freilauf 

Wenn es gemeinsam ins Feld geht, müssen sich Läufer und Hund aufwärmen, um Verletzungen vorzubeugen. „Ich lasse TJ zehn Minuten frei laufen, bevor ich ihn an die Leine nehme.“ Dann geht es los - 30 bis 40 Minuten laufen sie gemeinsam in der Natur. Nach etwa fünf Kilometern ist allerdings Schluss. „Dann hat er mich lange genug gezogen“, sagt Debus. Für den Sport geeignet sind vor allem Hunde, die von Natur aus viel Bewegung brauchen.

Hund und Halter lernen dabei voneinander: „Ich muss mich auf klare Befehle beschränken. TJ musste lernen, auf meine Befehle zu hören.“

Archivvideo: Canicross auf Hohem Dörnberg

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