Dr. Trolp unterstützt Frauenhaus in Homberg

Haben gleich ein dreifach lachendes Sparschwein: Dr. Reinhard Trolp aus Neuental übergab eine Spende von 1200 Euro ans Frauenhaus Homberg. Leiterin Heidemarie Lange (Mitte) und Mitarbeiterin Christina Schäfer wollen das Geld in Projekte für Kinder investieren. Foto:  Brandau

Homberg. Der 70. Geburtstag von Dr. Reinhard Trolp wird vielen Frauen und Kindern im Gedächtnis bleiben: Der Mediziner wünschte sich zum Ehrentage keine Geschenke, sondern eine Spende fürs Frauenhaus.

Insgesamt 1240 Euro kamen so zusammen, die der Mediziner aus Neuental jetzt an Frauenhaus-Leiterin Heidemarie Lange übergab.

Und die freute sich aufrichtig über den warmen finanziellen Regen, der da über ihrer Einrichtung niederging. Denn zurzeit ist das Frauenhaus bis unters Dach voll, neun Frauen und vier Kinder suchen dort gerade Schutz vor häuslicher Gewalt.

Wie schlimm die sein kann, das hatte Dr. Trolp im Frühling im Fernsehfilm „Die Ungehorsame“ gesehen, in dem eine Frau von ihrem Ehemann über Jahre hinweg körperlich und seelisch zerrüttet wurde. Dieser Film habe ihn so beeindruckt, sagte Trolp, dass er spontan beschlossen habe, zugunsten des Frauenhauses auf Geschenke zu seinem runden Geburtstag im Juni zu verzichten. „Ob ich nun einen Bildband mehr oder weniger besitze, das ist nicht wirklich wichtig“, sagte Trolp bei der Überreichung des Geldes. Viel wichtiger aber sei es, solche Einrichtungen wie die des Landkreises zu unterstützen, die Frauen in Not als Zuflucht dienen.

Und so hatte er seine Einladung mit der Information versehen, dass jede vierte Frau in Deutschland häusliche Gewalt erlebe und die Gäste deshalb doch bitte einen Beitrag ans Frauenhaus spenden sollten.

Dieses Ansinnen stieß bei den Gratulanten auf offene Ohren: Von den 1240 Euro, die der Mediziner übergab, wollen die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses nun ein Ferienprogramm und Schwimmkurse für die Kinder finanzieren, die zusammen mit ihren Müttern Schutz im Frauenhaus gefunden haben. Außerdem soll die defekte Tiefkühltruhe gegen ein energiesparendes Gerät ausgetauscht werden.

Der Gynäkologe im Ruhestand, der viele Jahre lang in den Asklepios-Kliniken in Homberg und in Schwalmstadt tätig war, ist mit diesen Verwendungszwecken sehr zufrieden. Seine Hoffnung ist es nun, dass seine Idee viele Nachahmer findet.

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