Stadt Homberg sucht alternative Standorte für Spielhalle 

Spielhalle in Homberg: Neue Chance für Planer des Einkaufszentrums 

Steht inmitten der großen Baustelle fürs Einkaufszentrum: Die Villa mit der angebauten Spielhalle K4. Dafür soll ein neuer Standort gefunden werden. Foto: Claudia Brandau

Die Stadtverordnetenversammlung hat die Frage, ob die Spielhalle K4 an den Stadtrand verlegt werden soll, verschoben: Es fehlen noch Informationen zu der Entscheidung, die nun im Raum steht.

Denn der Betreiber hatte in der Vergangenheit stets daran festgehalten, seine Spielhalle weiter an der Kasseler Straße zu betreiben – trotz der Tatsache, dass gleich neben dran das geplante Einkaufszentrum entstehen soll. Viele Homberger hatten bei den Abrissarbeiten ratlos verfolgt, dass rundum alle anderen Gebäude weichen mussten, nur das in die Jahre gekommene K4 stehen blieb.

Nun aber sieht die Stadt die Chance, einen neuen Standort für die Spielhalle zu finden und damit das „Tor zur Stadt“ neu zu gestalten, wie es Bürgermeister Dr. Nico Ritz formuliert.

Grund dafür ist das seit 2018 geänderte hessische Spielhallengesetz. Danach muss ein Mindestabstand von 300 Metern Luftlinie bestehen zwischen Spielotheken und Schulen und allen Einrichtungen, die Kinder und Jugendliche aufsuchen. Das K4 aber erfüllt diese Bedingung nicht, es liegt zu nahe an der THS. Das bedeutet, dass nach Ablauf der Konzession keine neue für den jetzigen Standort erteilt wird.

Das neue Recht ist damit Anlass für neue Überlegungen. Ein alternativer Standort könnte beispielsweise das Schlossbergzentrum am Baumarktgelände sein. Bis zur nächsten Sitzung wollen die Parlamentarier über zusätzliche Möglichkeiten nachdenken und dem Betreiber Vorschläge machen.

„Ziel einer Verlagerung wäre es, die Innenstadt an dieser Stelle deutlich attraktiver zu gestalten“, sagt Bürgermeister Ritz. Die alte Villa, an die das K4 angebaut ist, würde nicht etwa abgerissen, sondern stehen bleiben. Das historische Gebäude würde deutlich aufgewertet, wenn seine Anbauten abgebrochen werden könnten.

Ritz betrachtet es als „große Chance für den öffentlichen Raum“, wenn die Spielhalle verlagert werden könnte, sagte er am Freitag auf Anfrage. Der Zeitpunkt dafür wäre perfekt, denn noch könnten die Planer auf geänderte Bedingungen fürs neue Einkaufszentrum eingehen. „Heute können sie das Einkaufszentrum und die alte Villa noch als Einheit denken – in zwei Jahren sieht das schon wieder ganz anders aus“, sagt Ritz.

Termin: Das Homberger Stadtparlament kommt das nächste Mal am Donnerstag, 13. Juni, zusammen.

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