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Sportliche Hilfe für die Helfer: Fitnessstudio No Limits spendet 2500 Euro für Ukrainehilfe des Stolinvereins

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Von: Chantal Müller

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Das Kleiderlager ist nach wie vor voll: Tanja Fennel-Trieschmann (von links), Monika Wiederhold-Corell, Georg Altenhof, Gitta Conrad, Dieter Fischer und Andrea Wiederhold bei der Spendenübergabe.
Das Kleiderlager ist nach wie vor voll: Tanja Fennel-Trieschmann (von links), Monika Wiederhold-Corell, Georg Altenhof, Gitta Conrad, Dieter Fischer und Andrea Wiederhold bei der Spendenübergabe. © Chantal Müller

Der Partnerschaftsverein Homberg-Stolin erhält Unterstützung von einem Homberger Fitnessstudio. Das Geld wird dringend für Lebensmittel benötigt.

Homberg – Sportliche Unterstützung für die Ukrainehilfe: Das Homberger Fitnessstudio No Limits hat an den Partnerschaftsverein Homberg-Stolin 2500 Euro gespendet. Damit können die Ehrenamtlichen dringend benötigte Dinge für Geflüchtete kaufen. Denn die Kleiderkammer wird inzwischen gut angenommen.

„Wir wollen uns solidarisch zeigen“, sagt No Limits-Betriebsleiter Lutz Debus. Weil weder zum 25-jährigen Jubiläum vor zwei Jahren noch zum 26. und 27. Geburtstag in diesem Jahr pandemiebedingt eine Feier möglich war, entschlossen sich die Betreiber des Fitnessstudios kurzerhand, den Betrag für die Feierlichkeiten für den guten Zweck zu spenden. „25 Jahre und 2500 Euro passt doch gut“, sagt Debus und hat noch ein Extra im Gepäck: Für jede neue Mitgliedschaft, die im April abgeschlossen wird, will das Unternehmen nochmals zehn Euro an den Stolinverein spenden. „Wir hoffen, so auf 2700 Euro zu kommen.“

Kleiderkammer des Homberger Stolin-Vereins wird täglich von rund zehn Menschen besucht

Und der Verein hat das Geld dringend nötig. Täglich besuchten mindestens zehn vor dem Krieg in der Ukraine geflohene Menschen die Kleiderkammer, sagt Helferin Gitta Conrad. „Manchmal stehen sie schon vor der Öffnung vor der Tür.“ Die Dankbarkeit der Ukrainer sei groß. Das ist auch beim Pressetermin zu spüren, als eine Familie mit Baby von den Helfern mit einer alten Nähmaschine versorgt wird.

Gitta Conrad und Tanja Fennel-Trieschmann schlägt eine riesige Dankbarkeit entgegen. Die Erklärung liefern die Helferinnen auf dem Fuße: „Die Frau hat in ihrer Heimat in einer Änderungsschneiderei gearbeitet. Jetzt kann sie hier immerhin etwas tun und findet so vielleicht auch Arbeit“, sagt Fennel-Trieschmann, die die Kleiderkammer aufgebaut hat.

Spende an Homberger Stolin-Verein: Es fehlt an Lebensmitteln, Bettwäsche und Koffern

Die Spende des Fitnessstudios soll nun vorrangig dazu verwendet werden, um Lebensmittel für Geflüchtete zu kaufen. Diese sollen ausgegeben werden, wenn Menschen in großer Not sind. Das Angebot macht Tanja Fennel-Trieschmann an einem konkreten Fall fest: „Es kam eine Familie her, die brauchten gar keine Kleidung. Die hatten einfach großen Hunger.“

Darüber hinaus fehlt es an Waschmittel, Koffern mit Rollen, waschbaren Bettdecken und Bettwäsche – alles muss gut erhalten sein. Toilettenpapier und feuchtes Toilettenpapier, Rasierer, Einmalrasierer und Rasierschaum sind ebenso nachgefragt wie kleine Flaschen Wasser und Schorle sowie Fertiggerichte, Dosenobst und -wurst, Mehl, Zucker, Nudeln, Tee.

Spende

Kleidung nimmt der Stolinverein nicht an, dafür aber alles andere, das benötigt wird. Immer zu den Öffnungszeiten der Kleiderkammer: montags und mittwochs 10.30 bis 18 Uhr, freitags 16 bis 19 Uhr, samstags 10 bis 13 Uhr. Dörnberg-Kaserne, Hans-Scholl-Straße, Gebäude A1

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