Parlament stimmte ab

Stadt Homberg kauft das Gasthaus Krone

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Das Gasthaus Zur Krone am Homberger Marktplatz (Mitte).

Homberg. Die Krone, das Traditionsgasthaus am Homberger Marktplatz, wird bald der Stadt gehören. Das Parlament entschied am Donnerstag mit Mehrheit, das Gebäude zu kaufen.

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Konzept: Ein fertiges Konzept gibt es noch nicht. Die Stadt möchte aber selbst beeinflussen können, was aus der Krone wird. Er könne noch keine Pächter oder Investoren vorweisen, aber es habe einige vielversprechende Gespräche gegeben, erklärte Bürgermeister Dr. Nico Ritz.

„Wir haben jetzt einen Scheck auf die Zukunft, von dem ich glaube, dass er gedeckt ist“, sagte er. Eine Idee ist auch, dass Handwerker sich an der Sanierung beteiligen und dafür Anteile an der Krone erhalten. Kosten: Die Krone, die noch einer Investment-Dachgesellschaft aus den USA gehört, kostet knapp 71 000 Euro.

70 Prozent davon erhält die Stadt aus dem Städtebauförderprogramm, der Eigenanteil (21 400 Euro) wird durch einen Zuschuss des Vereins „Bürger für Homberg“ finanziert. Argumente: Sprecher von SPD und Grünen wiesen darauf hin, dass die Krone gerettet werden müsse. Das sei möglich, ohne einen Cent aus dem städtischen Haushalt zu entnehmen. Klaus Bölling (Grüne): „Wir haben wieder Einfluss auf die Entwicklung“. Stefan Gerlach (SPD): „Eine Sanierung können wir uns nicht leisten, aber wir können das Gebäude jetzt vermarkten.“

Viel Lob gab es für das Engagement des Vereins „Bürger für Homberg“, der den städtischen Eigenanteil übernimmt. Die FWG wies auf die schwierige finanzielle Situation Hombergs hin und darauf, dass es noch kein Konzept für die weitere Verwendung gebe. Man könne nicht einerseits die Trägerschaft für Dorfgemeinschaftshäuser an Vereine abgeben und andererseits die Krone kaufen wollen, sagte Achim Jäger.

CDU unentschieden Unterschiedliche Positionen gab es in der CDU: „Die finanzielle Situation der Stadt lässt für solch ein Projekt keinen Millimeter Spielraum“, sagte Peter Dewald. Dies sei die einmalige Chance, dank des Engagements des Vereins die Krone zu erwerben und sie wieder zu beleben, fand Michael Spork. Abstimmung: SPD und Grünen stimmten dem Kauf zu, die FWG war geschlossen dagegen. Aus den Reihen von FDP und CDU gab es sowohl Enthaltungen als auch Gegenstimmen.

Von Heinz Rohde

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