Asklepios hat Stadt Kaufangebot gemacht

Stadt tüftelt an Konzept: Untersuchungen für ehemalige Kreisklinik in Homberg laufen

Die ehemalige Kreisklinik in Homberg wird von Sträuchern umwuchert.
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Könnte an die Stadt verkauft werden: Asklepios will das ehemalige Kreiskrankenhaus in Homberg loswerden. Die Stadt entwickelt derzeit ein Konzept für das Areal.

Die Stadt Homberg treibt die Entwicklung des Areals der ehemaligen Kreisklinik voran: Nachdem Asklepios der Stadt das Krankenhaus zum Preis von einem Euro zum Kauf angeboten hat, sollen nun erste Voruntersuchungen umgesetzt werden.

Homberg - Dass bis Mai ein fertiges Konzept steht, davon ist Uschi Bankert vom beauftragten Planungsbüro „Bankert, Linker & Hupfeld“ überzeugt. „Wir werden im Zeitplan bleiben.“ Denn die Stadt steht unter Druck. Das Kaufangebot von Asklepios gilt nur bis zum Sommer.

Nach Schätzungen des Planungsbüros fallen für die Stadt Kosten in Höhe von 40.000 Euro für Voruntersuchungen an. Einbezogen sind: eine Voruntersuchung der Bausubstanz inklusive Abbruchkonzept, eine Altlastenrecherche sowie Untersuchungen der Gehölz- und Biotopstrukturen und eine Artenschutzrechtliche Prüfung. Diese Gutachten seien bereits ausgeschrieben, ein Ergebnis liege jedoch noch nicht vor, so die Architektin.

„Wir nehmen jetzt schon alle Untersuchungen mit, die eigentlich erst später notwendig werden. Wir machen also gerade einen ticken mehr, als wir derzeit müssten.“ Jetzt aber bereits in die Untersuchungen miteinzubeziehen, ob Gebäude gehalten werden könnten oder nicht – unabhängig davon, ob sie in späteren Varianten eine Rolle spielen – sei jedoch sinnvoll. So gebe es später keine teuren Überraschungen.

Mit den Voruntersuchungen soll eine „valide Grundlage“ für eine Fortsetzung der Bauleitplanung aus dem Jahr 2016 geschaffen werden, heißt es in der Beschlussvorlage zum Thema aus dem vergangenen Jahr. Zudem soll der Magistrat Gespräche mit Landkreis und Asklepios zur Kostenübernahme nötiger Gutachten führen.

Erste Überlegungen zur Umgestaltung des Areals will das Planungsbüro laut Bankert noch im Januar der Stadt vorlegen. Der Schwerpunkt: Sind einige der Gebäude auf dem Grundstück zu halten oder nicht? „Es muss nicht der Fall sein, dass alles abgerissen wird“, betont die Architektin. Eine Umnutzung der bestehenden Gebäude sei im Falle der Kreisklinik zwar nicht günstiger. „Wir können aber nicht alles einfach abreißen“, sagt Bankert. Weißt die Altlastenrecherche nach, dass sich in den Gebäuden Schadstoffe befinden, stiegen auch die Abrisskosten.

Wie das Areal künftig einmal genutzt werden könnte, stehe noch nicht fest. Ob Mietwohnungen oder Einfamilienhäuser – derzeit sei noch alles im Rennen. Auch der Bau einer Plus-Energie-Siedlung sei weiterhin im Gespräch. Homberg ist eine von acht Modellkommunen, die bei der Errichtung einer Siedlung, in der mehr Energie produziert als verbraucht wird, vom Land Hessen unterstützt würde (HNA berichtete). „Das wird sicherlich mitgedacht. Für die Stadt wäre das schließlich ein Alleinstellungsmerkmal“, sagt Bankert. Fest steht aber wohl bereits, dass es auf dem Areal an der Melsunger Straße keine Gebäude für eine Verwaltung geben wird. (Chantal Müller)

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