Idee der Wohnmobilfahrer

Stellplatz für Reisemobile besser am Homberger Schwimmbad

+
Hier könnten bis zu 20 Wohnmobile rasten: In Homberg wird derzeit ein Standort für einen Wohnmobilstellplatz gesucht. Hajo Rübsam (rechts vorne) präsentiert den Favoriten des Wohnmobil-Stammtisches Homberg: der Stellplatz am Freibad am Erlenborn. Im Hintergrund sind von links Jürgen Schild, Zdenka Rübsam, Karla Schild, Klaus-Dieter Günther, Norbert Metzler, Rolf Lambrecht und Dr. Karl-Wilhelm Dörfler

Homberg. Der aktuelle Wohnmobilstellplatz in Homberg steht meistens leer, weil er unattraktiv ist. Der Womo-Stammtisch favorisiert ein Gelände am Schwimmbad.

Im Schnitt bleiben Wohnmobilisten nur eine Nacht in Homberg – und das aus guten Grund, sagt der Wohnmobil-Stammtisch Homberg. Zu nah an der Bundesstraße, daher zu laut und sowieso sehr schmucklos, das seien nur einige Gründe dafür, dass der eigentlich sieben Plätze umfassende Stellplatz in der Kreisstadt oftmals leer bleibe. Dass der derzeitige Platz auch in Fachmagazinen eher schlecht bewertet wird, ist auch der Stadt Homberg bekannt. Die Stadtverordneten beschlossen daher in ihrer jüngsten Sitzung, mögliche Alternativen zu prüfen.

Das erfreut die Wohnmobilisten aus Homberg, die schon einen klaren Favoriten haben: ein naheliegender Parkplatz am Freibad am Erlenborn. Dort könnte Platz für bis zu 20 Wohnmobile geschaffen werden.

Attraktive Lage

Für Hajo Rübsam und weitere Mitglieder des Homberger Wohnmobilisten-Stammtisches ist der Stellplatz neben dem Freibad ein idealer Ort für Wohnmobile. „Er liegt außerhalb der Stadt in einer sehr ruhigen Lage. Von dort aus können Reisende aber auch fußläufig die Innenstadt erreichen“, erklärt Rübsam. Ein weiterer Pluspunkt: der Ausblick auf das Homberger Umland. Einziges Manko sei aber die Zufahrt zum Platz. „Wenn sich zwei Wohnmobile entgegenkommen, könnte es eng werden“, so Rübsam.

Gute Voraussetzungen

Auf dem Parkplatz müsse noch einiges getan werden, um das Wohnmobilisten-Herz höherschlagen zu lassen. Es fehlen unter anderem die Beleuchtung des Geländes, eine Ver- und Entsorgungsanlage. Außerdem wären Grünflächen zwischen den einzelnen Stellplätzen empfehlenswert, um „auch mal vor dem Wohnmobil draußen zu sitzen.“

Die Voraussetzungen am Freibad seien aber sehr gut, weiß auch Norbert Metzler. „Die Wohnmobile könnten durch das Freibad mit Strom und Wasser versorgt werden. Auch die dortigen Toiletten und Duschen könnten Touristen mitnutzen“, sagt Metzler. Das Glück perfektionieren würde es, wenn der Platz noch TV-Satellitentauglich gemacht würde und einen Zugang zum Internet anbiete.

Für den Tourismus

Der Wohnmobil-Stammtisch ist sich sicher, dass auch die Gastronomie durch den größeren Stellplatz profitieren würde. „Wer Urlaub macht, geht auch mal gerne etwas essen, statt selber zu kochen“, sagt Rübsam. Allein der derzeitige Gastronom, der eine Pizzeria am Freibad betreibt, könne durch Wohnmobilisten, die ihre Urlaub in Homberg verbringen, zusätzlich Gäste bekommen. Durchschnittlich geben Wohnmobilisten 50 Euro pro Kopf und Tag im Urlaub aus, weiß der Sprecher des Wohnmobil-Stammtisches. Nicht nur die Gastronomie, sondern auch der Handel, die Stadt und auch der Tourismus würden nach Ansicht des Stammtisches von einem attraktiveren Stellplatz profitieren.

Nachfrage ist da

Dass der ideale Wohnmobilstellplatz nicht billig wird, ist dem Stammtisch klar. Was aber in der Region möglich ist, macht ein Blick nach Neukirchen deutlich: Dort gibt es seit 2015 Platz für 45 Wohnmobile. Der Bau des 13.000 Quadratmeter großen Areals kostete die Betreiber 450.000 Euro. Eine ähnliche, aber kleinere Investition in Homberg würde sich lohnen. Rübsam: „Die Nachfrage ist da.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.