Themenwochen geplant

Digitalladen in Homberg öffnet: Anlaufpunkt für Ideen und Projekte

Jens Best steht am Arbeitsplatz im neuen Digitalladen, im Hintergrund sitzen zwei Frauen vor Post-Its und unterhalten sich.
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Reden, arbeiten, Ideen sammeln: Jens Best hat den Digitalladen im ehemaligen Lindy-Store initiiert.

„Komm’ rein und bring’ deine Ideen mit“, sagt Jens Best. Mitbringen kann man seine Ideen, Anregungen, Wünsche ab heute in den Homberger Digitalladen, der für zwei Monate temporär im ehemaligen Lindy Store am Marktplatz entsteht. Zum Wochenmarkt fällt der erste kleine Startschuss.

So richtig los geht es in der kommenden Woche. Best will mit weiteren Teilnehmern des Summer of Pioneers Themenwochen organisieren und einen Anlaufpunkt für Ideen in der Stadt bieten.

Zu tun hat der Digitalladen nicht ausschließlich mit digitalem. Homberger können Ideen, Konzepte, Dinge vorbeibringen, „die das Leben besser machen“, erklärt Best. Wer zum Beispiel alte Fotos hat und sie dem Archiv oder Museum zur Verfügung stellen möchte, kann sie im Digitalladen einscannen lassen. Wer an einem Audiowalk arbeitet, wie etwa die Theodor-Heuss-Schule vor ein paar Jahren, kann sich im Digitalladen Unterstützung suchen. „Man kann Fragen und Ideen haben. Vereine die sich digitaler aufstellen wollen, können vorbei kommen“, gibt der IT-Spezialist Beispiele. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ähnlich wie beim Frankfurter Stadtmuseum sollen auf einer Homepage kleine Geschichten erzählt werden können, die digital verortet und mit Bildern hinterlegt werden können.

Aber auch Menschen, die mit der Digitalisierung und dem Internet erst einmal nichts am Hut haben, sind ausdrücklich willkommen. „Wir wollen wissen, was ihnen wichtig ist“, sagt Best. Das Digitale soll dem Gemeinwohl dienen. Geschichte, Gegenwart, Zukunft, genau darum gehe es im Digitalladen.

Deshalb wird im ehemaligen Lindy Store auch nicht alles digital ablaufen. Im Eingangsbereich werden zwei Arbeitsplätze eingerichtet – dort sind die Pioniere dann drei Mal in der Woche anzutreffen, nämlich montags, donnerstags und samstags. Im hinteren Teil entsteht ein Workshop-Bereich mit Platz für Lesungen, Trainings, Ausstellungen. Und direkt im Schaufenster? Dort sind Gesprächsrunden geplant, die darüber hinaus aufgezeichnet werden sollen.

Denn bis in den Oktober hinein sind regelmäßige Themenwochen geplant. Zu Bildung, Gesundheit, Wirtschaft, Geschichte. Der Startschuss dafür fällt jeweils montags. Dann werde das Thema bekannt gegeben, erste Ideen könnten gesammelt werden, erklärt Best. Zum Markttag am Donnerstag werden Experten wie Verbraucherschützer in den Digitalladen eingeladen, voraussichtlich für Samstag stehen Gesprächsrunden auf dem Programm. Sie sollen aufgezeichnet und anschließend digital zur Verfügung gestellt werden. Los geht es am Montag, 30. August, mit der Themenwoche Geschichte.

Der Grundgedanke: „Wir als Gastpioniere lernen jeden Tag lokale Pioniere kennen“, sagt Best. Mit einem festen Anlaufpunkt sollen weitere Ideen gesammelt und Projekte angestoßen werden. „Wir wollen die Ideen verstetigen und gemeinsam überlegen, was bringt ein Projekt der Stadt, wenn wir Pioniere nicht mehr da sind.“ Um das Digitalladen-Projekt zu verstetigen sei deshalb auch schon klar, dass es damit auch über die zwei Monate hinaus weitergehen soll. (Chantal Müller)

Öffnungszeiten: Digitalladen, ehemaliger Lindy Store, Westheimer Straße 1, montags und donnerstags von 10 bis 18 Uhr, samstags zunächst 10 bis 14 Uhr.

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