Thesen-Fest in Reformationsstadt Homberg

Thesenfest in Homberg: 10.000 Euro für die drei besten Projekte

Sie brachten die Thesen nach Homberg: Die Läufer waren in Spieskappel gestartet und trugen Luthers Texte statt der Startnummern am Trikot.

Homberg. 100 Gemeinden aus dem Bereich der nordhessischen Landeskirche beteiligten sich am Wettbewerb "Alte Thesen neu gelesen". Die drei besten Projekte wurden in Homberg präsentiert. 

 Die evangelische Kirche ist in den Gemeinden lebendig und kann das fantasievoll ausdrücken: Das bewiesen die Beiträge aus 100 Kirchengemeinden, die sich am Wettbewerb der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck unter dem Motto „Alte Thesen, neu gelesen“ im Lutherjahr beteiligten.

Das sagte Pröpstin Sabine Kropf-Brandau am Samstag bei der Präsentation der Sieger des Wettbewerbs in Homberg, die von einem bunten Fest auf dem Marktplatz und in der Marienkirche sowie einem Thesenlauf begleitet wurde.

Zielsetzung des Wettbewerbs war es, nachhaltige Konzepte und Aktionen in den Kirchengemeinden auf den Weg zu bringen. Jede Projektgruppe erhielt dazu ein Startgeld von 1000 Euro. Die eingereichten Ideen und Aktivitäten reichten von musikalischen und Theaterprojekten bis hin zu künstlerischen und interkulturellen Themen.

Die drei Sieger-Projekte (siehe Hintergrund), die nach Ansicht der Jury fortgeführt und mit einer Weiterfinanzierung ausgestattet werden sollten, wurden auf dem Marktplatz vorgestellt.

Nachdem Bischof Dr. Martin Hein und Bürgermeister Dr. Nico Ritz vor Hunderten von Teilnehmern, Besuchern und Gästen die Veranstaltung eröffnet hatten, führte Reformationsbotschafter Christopher Posch – der Kasseler Rechtsanwalt ist auch durch seine Fernsehauftritte bekannt – durch das Bühnenprogramm. Dazu gehörten neben dem Posaunenchor Spieskappel auch „Colours of Music“ aus Wildeck, die Band „Morgen“ von der Hoffnungskirchengemeinde Kassel und Poetry Slam von der Kasseler Jugendkulturkirche Cross. Weitere Veranstaltungsorte waren der EinLaden in der Obertorstraße, das Gasthaus Krone, das Haus der Reformation (ehemalige Engel-Apotheke), die Kirche St. Marien und der Rathaussaal.

Mit den Thesen Luthers anstelle der Startnummern trafen die Thesenläufer auf dem Marktplatz ein, die die knapp 13 Kilometer lange Strecke von Spieskappel nach Homberg absolviert hatten.

Pröpstin Sabine Kropf-Brandau bezeichnete die Entscheidung der Jury bei der Auswahl der Siegerprojekte als schwierig. Die drei Sieger aber hätten die n Kriterien wie Nachhaltigkeit, Originalität, Teilnahme anderer sowie Hineinwirken in den öffentlichen Raum am besten repräsentiert.

Bischof Dr. Martin Hein war sehr erfreut, dass der Wettbewerb so viele Menschen erreicht und mobilisiert habe. Bürgermeister Dr. Nico Ritz war stolz, dass für die Abschlussveranstaltung die Reformationsstadt Homberg ausgesucht worden war. Und Christopher Posch betonte, dass es wichtig sei, Dinge nicht als selbstverständlich hinzunehmen, sondern kritisch zu hinterfragen. Das sei eine Errungenschaft der Reformation.

Thesenfest mit vielen Besuchern in Reformationsstadt Homberg

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