Bauarbeiten bis Ostern beendet

Umbau geht voran: In Homberger Schirnen entsteht ein Eiscafé

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Es geht voran auf der Baustelle: Architekt Albert Hess mit Bauherrin Nune Schmehl und Bekim Rushiti im rechten Teil der Schirnen, in dem der Verkaufstresen stehen soll. 

Homberg. Holzfußböden und klassisches Weiß, so stellen sich Architekt und Bauherren das künftige Eiscafé vor, dass in die Schirnen am Homberger Marktplatz einziehen soll. 

Lange verzögerten sich die Arbeiten, doch jetzt wird bereits mit den Elektroarbeiten begonnen. Spätestens Ostern soll eröffnet werden. Lange ruhten die Arbeiten in dem unter Denkmalschutz stehenden Gewölbekeller. Jetzt aber hat es ordentlich geruckt: Installationen sind gelegt, die Entwässerung ist fertig, auch der Boden ist inzwischen begradigt und wartet nur noch auf den Holzfußboden. 

Derzeit beginnen die Elektroarbeiten auf der Baustelle. Meterweise Kabel müssen verlegt werden. Ist das erledigt, soll es mit dem Innenputz losgehen, sagt Architekt Albert Hess. Er ist für die Sanierung zuständig. In den kommenden drei Wochen sollen die großen Fenster eingebaut werden. „Dann sind die Schirnen bis November dicht“, erzählt der Architekt.

Bereits im Februar erhielten die Bauherren die Genehmigung des Denkmalschutzamtes, die Schirnen umzubauen, auch die großen Fensteröffnungen in den Gewölbekellern wurden mit dem Denkmalschutz abgestimmt, sagt Hess. Dann kamen die Arbeiten ins Stocken. Der Grund: „Wir hatten die Chance, eine Förderung über das Leader-Programm zu erhalten“, berichtet Hess. Bis der Antrag geprüft war, konnte nichts auf der Baustelle getan werden. Sonst wären Fördergelder verloren gegangen. Ende Juli dann die Zusage: 45 000 Euro gibt es für den Umbau der Schirnen.

Verbindung von innen nach außen: Die linken Gewölbekeller sind derzeit noch mit Holzbrettern gesichert. Bald sollen dort große Fenster eingebaut werden.

Bei der Sanierung legen Architekt und Bauherrin Nune Schmehl wert auf ökologische Materialien. Es wird viel Holz und Glas verwendet, die Wandputze bestehen aus Kalk. „Wir wollen die Schirnen so gestalten, dass die Grundstruktur erhalten wird“, sagt Hess. So sollen besonders die Gewölbe mit einer Beleuchtung herausgestellt werden. „Alles soll modern, aber gemütlich werden.“ Um den alten Charme des Gewölbekellers zu erhalten, werden auch die Basaltsteine an der Decke neu herausgeputzt: Frisch gereinigt und verfugt sollen sie an die Geschichte der Schirnen erinnern. 

Der linke Teil der Schirnen wird dann Platz für 40 Sitzplätze bieten, im rechten Teil entstehen Toiletten, Küche und Verkaufstresen. Auch ein kleines Fenster für den Straßenverkauf soll es laut Hess geben. Auch für die Feuchtigkeit, die von oben in die Räume eindringt, habe man eine Lösung gefunden, erklärt Hess. Die Fläche unter der Linde aufzureißen und neu abzudichten sei zu teuer. Deshalb soll die Feuchtigkeit von innen herausgeleitet werden, sagt der Architekt. An der Decke soll eine Klimaanlage installiert werden, die die Feuchtigkeit nehmen, die Räume heizen und kühlen könne.

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