Blühfläche oder Unkrautinsel

Unkraut weist Weg zur Stadt: Weiter Ärger über Kreisel in Mardorf

Ein Kreisverkehr ist ist von Unkraut überwuchert. Im Hintergrund erstreckt sich die Hohenburg von Homberg.
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Blühfläche oder Unkrautinsel: Der Kreisel an der Kreisstraße bei Mardorf sorgt für Ärger. Bürger sind unzufrieden mit der Gestaltung.

Der Kreisel bei Mardorf wird so schnell wohl keinen Schönheitspreis mehr gewinnen. Nachdem Unbekannte den Kreisverkehr mit Bierflaschen dekoriert hatten, regt sich weiterhin Widerstand gegen die Gestaltung der Fläche. Es wird deutlich: Einheimische schämen sich für das Bauwerk vor den Toren der Stadt.

Mardorf - Einer, der keine Bierflaschen anpflanzen will, aber konkrete Vorschläge macht, ist Friedhelm Bauer. „Zunächst musste ich ja über die Flaschen schmunzeln“, sagt der Mardorfer, der den Kreisel für eine „tolle Sache“ hält. Früher habe es immer wieder schlimme Unfälle gegeben, weil einige Autofahrer zu schnell in Richtung Bundesstraße gefahren seien und Fahrzeuge, die aus Mardorf kommend abbiegen wollten, zu spät bemerkt hätten. Das sei nun anders. Und doch: „Wenn man etwas macht, muss man es doch ordentlich machen“, findet er.

Der Kreisel sei das Tor zu Homberg. „Fremde fahren hier entlang“, sagt Bauer. Sein Vorschlag: Künstler mit ins Boot zu holen, um die Fläche neu zu gestalten. Auch ein Schild, das Besucher willkommen heißt, kann er sich vorstellen. „Dafür gibt es so viele Vorbilder; zum Beispiel in Gudensberg und Melsungen.“

Für die Gestaltung des Kreisels ist der Schwalm-Eder-Kreis zuständig. Der Landkreis ist Kreisstraßenbaulastträger und damit für die Verkehrssicherheit zuständig. Aufgaben wie Unterhaltung und Instandsetzung der Kreisstraßen wurden an Hessen Mobil übergeben. Der Kreisel wurde mit einer Blühblumenmischung versehen, im Herbst soll ein Ahornbaum gepflanzt werden, teilte der Landkreis in seiner letzten Stellungnahme mit. „Das ist auch weiterhin der Stand“, so Philipp Klitsch, Landkreissprecher, auf erneute HNA-Anfrage.

Derzeit sieht der Kreisel aus, als würde er von Unkraut überwuchert. Das sei in diesem Stadium charakteristisch für die Blühblumenmischung, hieß und heißt es aus dem Kreishaus. Eine ansprechende Gestaltung ist das für Friedhelm Bauer nicht. „Jeder redet über den Kreisel“, erzählt er. Es müsse sich etwas tun. Auch die Kommentare zur Berichterstattung über die Bierflaschen, die auf dem Kreisel platziert wurden, waren zahlreich. „Als Nächstes wird versucht, einen Gummibärenbaum zu züchten“, schreibt eine Leserin. „Warum setzt man in die Kreiselmitte nicht einen kleinen Mini-Schlossberg?“, fragt eine andere. Verbesserungsvorschläge gibt es also – noch fehlt aber die Umsetzung.

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