Verhandlung in Bayern

Verstoß gegen das Waffengesetz: Homberger Neonazi muss vor Gericht

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Unmissverständliches Zeichen: Springerstiefel mit weißen Schnürsenkeln werden weiterhin als Symbol einer rechtsextremen Gesinnung gesehen.

Homberg/Hof. Der Homberger Neonazi Tobias V. muss sich am 24. April wegen eines vorsätzlichen Verstoßes gegen das Waffengesetz vor dem Amtsgericht im bayerischen Hof verantworten.

Das bestätigte der Sprecher der Behörde, Hubert Pürner. V. soll laut Anklage Ende September 2017 an einer Schießübung einer Gruppe Neonazis auf einem Schießstand in Tschechien teilgenommen und unerlaubt 24 Patronen mit nach Deutschland gebracht haben.

Die Bundespolizei hatte damals zwölf Männer, die der Neonazi-Organisation „Combat 18“ zugerechnet werden, im bayerischen Schirnding nahe der tschechischen Grenze kontrolliert und Munition sichergestellt. „Combat 18“ gilt als bewaffneter Arm des verbotenen rechtsextremen Netzwerkes „Blood & Honour“ (zu deutsch: Blut und Ehre).

Per Haftbefehl gesucht

Unter den Festgenommenen waren auch zwei Neonazis aus Nordhessen: der Homberger Tobias V. und der Kaufunger Stanley R. Bereits am 13. März hatte das Hofer Amtsgericht Stanley R. zu einer Geldstrafe von 3000 Euro verurteilt. Bei ihm waren zwei Patronen gefunden worden. Tobias V. war damals nicht vor Gericht erschienen. Er wurde anschließend per Haftbefehl gesucht und einen Tag später an seinem Arbeitsplatz festgenommen. Inzwischen befindet er sich laut Pürner aber auf freiem Fuß.

Tobias V. droht nun wegen des „unerlaubten Verbringens von Munition in den Geltungsbereich des Waffengesetzes“ eine Haftstrafe zwischen sechs Monaten und fünf Jahren.

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