Bürgermeister Ritz legt Homberger Haushalt vor

Viel Geld für die Straßen: Homberg investiert 2021 knapp drei Millionen Euro in Straßenbau

Drei Autos fahren über die Hersfelder Straße in Homberg.
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Soll saniert werden: Die Hersfelder Straße in Homberg gehört zu den Straßenbauprojekten, die 2021 in der Kreisstadt anstehen.

Viel Geld für die Straßen: Im kommenden Jahr soll unter anderem die Hersfelder Straße in Homberg saniert werden. Bürgermeister Dr. Nico Ritz legte jetzt den Haushaltsentwurf vor.

Homberg - So düster das Bildmotiv mit Landgraf Philipp auf dem Homberger Marktplatz bei Nacht auf dem Haushaltsplan 2021 der Stadt Homberg auch ist – es solle nicht symbolisch für die Aussichten der Stadt stehen, sagte Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Er stellte am Donnerstag den Haushalt für 2021 vor. Homberg muss sich zwar weiter verschulden. Es wird jedoch weiter in alle wichtigen Lebensbereiche investiert. Insgesamt 9,1 Millionen Euro sollen ausgegeben werden.

Größter Brocken dabei ist der Straßenbau. Neben der Hersfelder Straße soll die Ortsdurchfahrt in Holzhausen saniert werden, ferner steht der Ausbau des alten Neubaugebietes in Welferode auf dem Programm. Darüber hinaus sollen die Ortsdurchfahrten Allmuthshausen, Mühlhausen und Caßdorf im kommenden beziehungsweise in den kommenden Jahren erneuert werden. Dafür hat die Verwaltung etwa drei Millionen Euro eingeplant. Für die Feuerwehren, in die in den vergangenen Jahren eine Menge Geld floss, stehen 2021 etwa 330.000 Euro zur Verfügung, in den Baubetriebshof werden 92.000 Euro investiert, für unter anderem das Dorfentwicklungsprogramm und die Erweiterung der THW-Geschäftsstelle stehen etwa 5,3 Mio. Euro zur Verfügung. Ins Abwasser hingegen soll kein Geld fließen. „Das ist ein Novum“, so Ritz.

Die Finanzierung der Kindertagesstätten indes bereitet dem Bürgermeister Sorge. Zwar sind 2021 knapp 214.000 Euro eingeplant. Das Defizit im Kita-Bereich steige aber kontinuierlich. „Seit 2015 hat sich das Defizit fast verdoppelt.“ Von zwei Millionen Euro sei es inzwischen auf 3,9 Millionen Euro angewachsen. „Dieser Trend ist nicht umkehrbar“, sagte Ritz. Die gesellschaftlichen Anforderungen an die Kinderbetreuung seien gestiegen – und würden weiterhin steigen. Doch sei nicht klar, woher Fördergelder für die Betreuungsstätten fließen würden, berichtete Ritz, der das Defizit als „herausfordernde Entwicklung“ bezeichnete.

Steigen werden auch die Personalkosten. Grund dafür sei zum einen die Interkommunale Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen mit etwa Frielendorf, Schwarzenborn und Knüllwald. „Das Gros der Mitarbeiter ist in Homberg beschäftigt.“ Diese Mehraufwendungen würden aber durch die Ersatzleistungen der Partnerkommunen ausgeglichen. Zum anderen hat die Verwaltung laut Ritz im Haushaltsentwurf bereits Kosten für eine Tarif-Erhöhung eingeplant.

In den vergangenen Jahren sei es gelungen, das Eigenkapital der Stadt kontinuierlich aufzubauen. Die Gewerbesteuer allerdings sei „ausgesprochen niedrig“ und mit 4,4 Mio. Euro konservativ berechnet. Bisher hatte sie bei fünf Millionen Euro gelegen. Die Hebesätze bleiben laut Haushaltsentwurf jedoch weiterhin stabil. Sie liegen seit 2015 konstant bei 450 Prozent bei der Grundsteuer A und B sowie bei 390 Prozent bei der Gewerbesteuer. (Chantal Müller)

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