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Viele neue Bäume für den Homberger Stadtwald

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Aktion mit großem Spaßfaktor: Die sichtlich zufriedenen Pflanzenhelfer vom Samstag.
Aktion mit großem Spaßfaktor: Die sichtlich zufriedenen Pflanzenhelfer vom Samstag. © Michael Brückmann

Dank vieler tatkräftiger Helfer ist der Homberger Stadtwald nun um einige Bäume reicher. Bei der Aktion wurden verschiedene robuste Baumarten gepflanzt.

Homberg – Wenn vielen Menschen gemeinsam anpacken, dann geht es oftmals schneller. Das haben sich auch die Helfer gedacht, die sich am vergangenen Samstag um 10 Uhr am Parkplatz des Stadtwald Lichte trafen, um gemeinsam den letzten Teil der Aufforstungsaktion Mischwald in Angriff zu nehmen. Katja Ladage, Geschäftsführerin von Travel & Plant staunte jedenfalls nicht schlecht, als sie 25 topmotivierte Menschen begrüßen konnte: „Ich bin überrascht und begeistert über die Resonanz. Denn im Vorfeld hatten sich eigentlich nur 15 Leute angemeldet. Die Restlichen sind jetzt einfach spontan mit- oder vorbeigekommen, das ist Klasse.“

Und so war es auch nicht verwunderlich, dass die Arbeit flott voranging. Denn nach kurzer Einweisung durch die beiden Profis von Hessenforst, Phil Calvin Krause und Johannes Heidelbach, dauerte das Einpflanzen der rund 200 Bergahorn-Setzlinge gerade einmal zwei Stunden.

Pünktlich zur Mittagsstunde war es dann geschafft und damit auch das Projekt Mischwaldpflanzung im Stadtwald Homberg abgeschlossen. Sehr zur Freude von Uwe Dittmer, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Homberg: „Die beiden gemeinsam mit Travel & Plant und Hessenforst durchgeführten Aktionen zur Aufforstung unserer grünen Lunge, dem Homberger Stadtwald, darf man ohne Übertreibung als großen Erfolg bezeichnen. Dank des großen Interesses gab es so viele Baumspenden, dass insgesamt 1785 Erlen- und 1738 Mischwaldpflanzen gesetzt werden konnten.“

Mit etwas Glück werden auch die kleinen Setzlinge groß und stark werden wie Henry Hehr und Max Rosenau (v. li., beide 6 Jahre), die hier gemeinsam mit Thomas Hehr beim Einpflanzen sind.
Mit etwas Glück werden auch die kleinen Setzlinge groß und stark werden wie Henry Hehr und Max Rosenau (v. li., beide 6 Jahre), die hier gemeinsam mit Thomas Hehr beim Einpflanzen sind. © Michael Brückmann

Unter Berücksichtigung der vorhandenen Bodeneigenschaften entschied man sich neben der Erle für weitere robuste Baumarten, wie beispielsweise Douglasien, Küstentanne, Roteiche, Vogel-Kirsche und Bergahorn.

Jetzt bleibt abzuwarten, inwieweit der mit viel Enthusiasmus betriebene Aufwand Früchte tragen wird. Denn bis die kleinen Setzlinge zu großen Bäumen heranwachsen, wird es noch einige Jahre dauern.

Aber das Ziel ist lohnenswert, denn Mischwälder sind bei weitem nicht so anfällig und zudem wesentlich langlebiger als Nadelwälder. Schädlinge wie der Borkenkäfer können sich nicht so rasch verbreiten, Stürme oder Trockenheit deutlich weniger Schäden verursachen. Und das Wichtigste: In einem Mischwald leben viel mehr verschiedene Pflanzenarten und damit auch mehr Tierarten.

Von Michael Brückmann

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