Viele Straßen komplett geflutet

Unwetter sorgte in Homberg und Knüllwald für stundenlange Einsätze der Feuerwehren

Mehrere Straßen in verschiedenen Homberger Stadtteilen standen am Wochenende komplett unter Wasser: Rund 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz – auch bei Allmuthshausen.
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Mehrere Straßen in verschiedenen Homberger Stadtteilen standen am Wochenende komplett unter Wasser: Rund 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz – auch bei Allmuthshausen.

Bestes Badewetter herrschte am Wochenende zeitweise im Kreisteil Fritzlar-Homberg. Doch vor allem in Homberg und Knüllwald war spätestens am Freitagabend Schluss mit Sommer, Sonne, Sonnenschein.

Homberg/Knüllwald –Ein schweres Unwetter mit Starkregen zog durch Stadtteile Hombergs und den Knüllwälder Ortsteil Remsfeld und sorgte für stundenlange Einsätze der Feuerwehren, die teilweise noch bis Sonntag andauerten.

Laut dem stellvertretenden Stadtbrandinspektor Mirko Ringat waren im Bereich des Rinnetals vor allem Rodemann, Allmuthshausen, Waßmuthshausen und Sondheim betroffen, später auch Caßdorf. Insgesamt waren 80 Feuerwehrleute vor Ort, zwölf Kräfte vom THW unterstützten. „Sie waren mit Radladern im Einsatz“, sagt Ringat. Einen solch schweren Einsatz habe er schon lange nicht mehr erlebt, das letzte Mal sei dies wohl 2019 der Fall gewesen.

Die größte Herausforderungen seien das Geröll und der Schlamm gewesen, so der stellvertretende Stadtbrandinspektor. „In Rodemann zum Beispiel kam es vom Feld runter auf die Straße.“ Nachts habe man sogar eine Firma aus dem Bett geklingelt, um Sandsäcke zu bekommen.

Nachts rückte auch die Feuerwehr Welcherod aus, um die Einsatzkräfte zu verpflegen.

Dass es sich um ein besonders starkes Unwetter gehandelt hat, bestätigt auch Andre Hippmann, der stellvertretende Gemeindebrandinspektor in Knüllwald. „Kurz vor Mitternacht kam in der Nacht auf Sonntag der Alarm“, erinnert er sich. Einsatzort: Schellbacher Straße in Remsfeld. „Wir mussten zu einer bereits bekannten Stelle“, sagt Hippmann. Ein Einlaufrechen sei – wie schon einige Male zuvor – vom Schlamm verstopft gewesen, sodass die Wassermassen nicht hätten abfließen können. Ein Landwirt hätte den Rost zum guten Schluss mit einem speziellen Fahrzeug wegreißen müssen.

„Das Schlimmste ist nie das Wasser, sondern der Schlamm“, betont Hippmann. Der sei, vor allem wenn er getrocknet ist, nur schwer zu entfernen. In Remsfeld waren insgesamt 65 Feuerwehrleute vor Ort. Verletzt wurde niemand. Wie hoch der Schaden ist, ist in beiden Kommunen noch unklar. (Daria Neu)

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