Schandfleck verschwindet

Siebenstelliger Betrag: Villa und Spielkasino an Kasseler Straße in Homberg verkauft

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Anbau wird abgerissen: Die Villa an der Kasseler Straße soll in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden. 

Die Investoren des neuen Einkaufszentrums an der Drehscheibe in Homberg gehen einen weiteren Schritt in Richtung engültiger Gestaltung des Areals: Schoofs Immobilien hat die alte Villa samt Spielkasino an der Kasseler Straße gekauft.

Der Betreiber des Kasinos indes ist auf der Suche nach einer neuen Fläche. Zwei Jahre bleiben ihm Zeit.

Schoofs Immobilien verhandelt bereits seit Langem mit dem Eigentümer der Gebäude, um „das Gesicht des Centers aufzuwerten“. Zielsetzung sei gewesen, die Anbindung des Einkaufszentrums an die Kasseler Straße „vernünftig“ zu gestalten, sagt Geschäftsführer Mohamed Younis auf HNA-Anfrage. „Es waren harte Verhandlungen mit dem Eigentümer.“ Die Investoren zahlten nach eigenen Angaben eine siebenstellige Summe, um Villa und Spielkasino in ihren Besitz zu bringen. „Wir haben Schmerzensgeld bezahlt. Aber am Ende war es eine strategische Entscheidung“, berichtet Younis.

Die Situation an der Kasseler Straße bleibt dennoch erst einmal wie sie ist: Der Betreiber des Spielkasinos hat zwei Jahre Zeit, um eine andere Fläche für den Weiterbetrieb des Kasinos zu finden. Möglich sei eine Ansiedelung in einem Gewerbegebiet. Bürgermeister Dr. Nico Ritz bestätigt auf Anfrage Gespräche mit Betreiber und einigen Flächeneigentümern. Darunter fällt wohl auch das Areal des Schlossberg-Zentrums am Ortseingang von Homberg. Der Bürgermeister betont aber: „Die Hürden, eine Spielhalle zu errichten, sind hoch.“ Eine Verlagerung sei nicht einfach. Für die Stadtentwicklung, den Standort selbst und die Innenstadt sei der Verkauf des Gebäudes hingegen eine „sehr gute Nachricht“.

Der Anbau, der sich um die Villa erstreckt, soll abgerissen, das Haus selbst in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden. „Darauf nehmen wir in der Planung Rücksicht“, sagt Younis. Auch die Bewohnersituation bleibe zunächst, wie sie sei. Welche Nutzung in der Villa künftig möglich ist, sei derzeit noch offen. Der Investor spricht von Büros, Kanzleien, Wohnungen – und einem Ärztehaus.

„Das wäre eine gute Nutzungsoption“, sagt auch Ritz. Die Ärztehäuser in der Stadt seien auf Dauer nicht ausreichend, ein Bedarf also da. Mehr als drei Praxen könnten in dem Haus an der Kasseler Straße mit seinen drei Geschossen aber wohl nicht entstehen. „Das macht das bestehende Ärztehaus nicht obsolet.“

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