Nach Erdbeben in Nepal: Vorträge gegen das Vergessen

Möchte helfen: Eckhart Schenk hält Vorträge über seine Bergtouren und Erlebnisse in Nepal. Damit will er den Erdbebenopfern in Nepal helfen. Fotos: privat

Fritzlar/Homberg/Melsungen. Eckhart Schenk aus Fritzlar kämpft gegen das Vergessen: Drei Monate nach dem gewaltigen Erdbeben in Nepal gibt es für die Überlebenden noch viele Probleme - abseits der weltweiten Aufmerksamkeit. Darauf möchte Schenk aufmerksam machen und lädt zu Vorträgen ein.

„Ich möchte den Menschen helfen“, sagt Schenk, der begeisterter Bergsteiger ist. Deshalb nutzt er das, was er besonders gut kann: von seinen Reisen berichten. Die Annapurnarunde classic hat er vor einiger Zeit absolviert, dabei viel erlebt und tolle Bilder der Landschaften und Gesichter Nepals mit nach Hause gebracht.

In Fritzlar, Homberg und Melsungen wird er nun Bildvorträge über seine faszinierenden und spektakulären Bergtouren in Nepal halten und den Erlös an die kleine und gemeinnützige „Nepalhilfe Beilngries“ spenden.

„Ich möchte mit meinen Möglichkeiten beim Wiederaufbau helfen“, sagt er und hofft auf viele Besucher. Acht Euro kostet der Eintritt zum Vortrag. Das Geld fließe in ein Schulprojekt. Eine zweite Hilfsaktion will Schenk unterstützen, die von „Himalaya Fair Trekking“: „Dabei geht es um ein weiteres Schulprojekt. Ich werde dafür eine Spendendose aufstellen“, erklärt er.

Eckhart Schenk hat weltweit schon viele Berge bestiegen - unter anderem in Afrika, Südostasien, den Anden, in Ecuador und Nepal.

Gerade in Nepal habe ihn nicht nur die Bergwelt begeistert. „Ich war besonders beeindruckt von der Freundlichkeit der sehr bescheiden lebenden Menschen“, erinnert er sich. Schwer zu ertragen ist es für ihn auch deshalb, wenn er die Bilder von dem Erdbeben und dessen verheerenden Folgen sieht. „Sie sind die Ärmsten der Armen, und sie brauchen unsere Hilfe.“

Pläne für weitere Reise 

Während er die Spendenaktion und seine Vorträge plant, laufen zeitgleich die Vorbereitungen für seine nächste Reise. Schon vor der Katastrophe hatte Eckhart Schenk eine Bergtour in Nepal geplant. Sein Ziel ist der 8091 Meter hohe Annapurna und er will den Island Peak (6189 Meter) besteigen. Seit 2003 ist der ehemalige Berufssoldat Bergsteiger. „Ich mag die körperliche Anstrengung und das Gipfelerlebnis“, sagt der 65-Jährige. Oft sei einfach der Weg das Ziel. Denn beim Bergsteigen sei man sehr abhängig vom Wetter. „Wenn das nicht mitspielt, muss man umkehren“, erklärt er. Enttäuscht sei er dann nicht. „Das Bergsteigen macht man nur für sich.“ Es sorge für Glücksgefühle und Zufriedenheit.

Trotz seiner abenteuerlichen Erfahrungen, Eckhart Schenk ist kein Abenteurer: „Man kann nicht einfach auf einen Gletscher steigen. Dazu gehört eine gute Ausbildung“, sagt er. Auch die Vorbereitung sei enorm wichtig. Deshalb trainiert er vor großen Touren besonders intensiv.

Dass er nun wieder nach Nepal fährt, ist für Schenk selbstverständlich. „Wenn der Tourismus auch noch zusammenbricht, dann schaden wir den Menschen noch mehr“, ist er überzeugt.

Termine: Die Vorträge von Eckhart Schenk finden am 22. Juli in der Stadthalle in Fritzlar statt, am 23. Juli in der Stadthalle in Homberg und am 24. Juli in der Stadthalle in Melsungen. Los geht es um 19.30 Uhr, Einlass ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist zugleich die Spende: 8 Euro.

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