Parkplatz-Zufahrt gesperrt

Das Wahrzeichen bröckelt: Schaden an Mauer der Homberger Hohenburg

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Schäden am Mauerwerk: Die Burgmauer der Hohenburg wird abgesichert.

Schwalm-Eder. Die Mauer der Homberger Hohenburg bröckelt, und das kräftig: Eine Fläche von etwa 20 Quadratmetern ist aus dem Mauerwerk herausgebrochen.

„Es tat einen gewaltigen Schlag, so als wäre ein mit Glasflaschen beladener Laster umgekippt“, sagt Klaus Esefeld, der für die Burgberggemeinde täglich rund um das Wahrzeichen der Kreisstadt im Einsatz ist und das Unglück hautnah miterlebt hat.

Derweil ist Alfred Uloth, Vorsitzender des Vereins, tief betroffen: „Das trifft uns enorm. Wir haben einen fürchterlichen Schrecken bekommen und fürchten nun um unsere Burg.“

Aktualisiert um 14:40 Uhr.

Bereits am Freitagmorgen gegen 10.30 Uhr seien große Mauerbrocken zu Boden gekracht. Personen waren nicht in Gefahr. „Es ist ein zweischaliges Mauerwerk, das bedeutet, dass zwei Mauern errichtet und dann etwa mit Sand, Erde und Steinen verfüllt wurden“, erklärt Denis Nikocevic von der Firma Schwalm-Bau. Das Unternehmen hat am Dienstagmorgen damit begonnen, das betroffene Mauerstück zu sichern. Im nächsten Schritt soll dann kurzfristig ein Auftrag zur Reparatur vergeben werden.

Man sei sofort tätig geworden, betont Hombergs Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Wahrscheinlich werde aber das Geld, das man für die Pflege der historischen Anlagen zur Verfügung habe, nicht ausreichen – 20.000 Euro sind für diese Arbeiten jährlich im Haushalt eingestellt. „Die bröckelnde Burgmauer ist leider auch ein Synonym für den Unterhaltungsstau, der bei einigen öffentlichen Einrichtungen besteht“, sagt Ritz. Bei der Burg sei es jetzt wichtig, schnell zu reagieren. Die Stadt müsse als Eigentümer der Burganlage ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen. So sei etwa die Zufahrt zum Burgbergparkplatz gleich gesperrt worden. Nun dürfe direkt vor dem Torbogen geparkt werden. Die Gastronomie habe weiterhin geöffnet.

Grundsätzlich könne so etwas bei historischen Anlagen passieren, sagt Bauamtsleiter Heinz Ziegler. Die Stadt sei ständig dabei, Schäden daran zu reparieren. Vermutlich sei Feuchtigkeit von oben in die Mauer eingedrungen und habe dafür gesorgt, dass sich Druck aufgebaute und es letztlich zum Einsturz kam, vermutet Stadt-Architekt Jochen Gontermann. Genaueres könne man noch nicht sagen. (may)

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