Coronakrise

Wohnwagen  sind leer - Camper hoffen auf baldige Rückkehr nach Burg Wallenstein

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Freuen sich, bald wieder auf den Platz zu dürfen: Oliver und Annika Selzer mit Tochter Elisa haben einen Dauercampingplatz in Wallenstein.

Auch das Campen ist in der Coronakrise im Moment nicht möglich. Für Familie Zinn, Inhaber des Campingplatzes Burg Wallenstein, ist das wirtschaftlich ein großer Verlust.

Denn nicht nur der Campingplatz Burg Wallenstein ist dicht, auch das Strandbad Nummer 1, das beliebte Ausflugsziel in der Region, ist geschlossen.

Eigentlich öffnet der Saisonbetrieb jedes Jahr am 1. April. Doch in diesem Jahr war das nicht möglich, das Gelände ist nur für die Familie zugänglich. Nur sie kann das schöne Wetter und den Blick auf die Burg von der Terrasse aus genießen.

Wallenstein: Familie Zinn hofft auf baldige Lockerungen

Doch von Genuss ist angesichts der Lage nicht die Rede, die Unruhe der Familie wächst von Tag zu Tag. Zinns hoffen auf baldige Lockerungen.

„Es kamen in den vergangenen Wochen viele Anfragen von Campern, wann wir öffnen“, sagt Moritz Zinn. „Die Dauercamper wollen auf ihre Plätze.“ Doch nicht einmal nach dem Rechten dürften sie sehen.

Moritz Zinn.

Annika und Oliver Selzer aus Guxhagen etwa ist das Betreten ihres Wohnwagens untersagt. Das Paar besitzt seit Sommer 2018 einen Stellplatz in Wallenstein. Er sollte als Erholungsort für die Wochenenden dienen. 

Beide schätzen die Ruhe und die Natur sowie das gastronomische Angebot. Mindestens einmal im Monat verbringen sie ein Wochenende auf dem Platz – auch im Winter. Beide hoffen, dass das bald wieder möglich ist.

Wallenstein: Camper hoffen auf baldige Rückkehr 

Camper seien robust, sagt Annika Selzer, die seit ihrer Kindheit campt. Auf das Waschhaus könne sie zur Not verzichten. Ihr Stellplatz ist 25 Quadratmeter groß, wenn man sich an die Hygieneregeln halte, könne man anderen aus dem Weg gehen. Doch das Paar ist einsichtig. „Wir finden es sehr vernünftig, dass geschlossen ist“, sagen sie.

Dennoch hoffen die Betreiber, dass wenigstens die Dauercamper bald wieder auf die Plätze dürfen – in Abwägung der gesundheitlichen Risiken. „Das Problem sind die Waschhäuser“, sagt Petra Zinn. Sie gelten bei einer möglichen Übertragung des Virus als problematisch.

Dauercamper hingegen, die autark seien, also über eigene Chemietoilette und Dusche verfügten, seien sicher keine große Gefährdung, glaubt sie. Sie müssten sich natürlich an die Hygieneregeln halten und dürften nur im häuslichen Verband auf das Terrain.

Wallenstein: Auf Weisungen des Landes zum Camping warten

Auch für Wohnmobile sei ein Aufenthalt unter diesen Umständen eventuell möglich, sagt Petra Zinn. Doch dies alles seien Spekulationen.

Man müsse die Weisungen des Landes abwarten, berichtet Moritz Zinn. Nicht vorstellbar sei, dass in diesem Jahr Gruppen auf den Plätzen zelten dürften.

Die Hoffnung liegt auf Lockerungen für die Gastronomie. Moritz Zinn hofft, dass der Restaurantbetrieb auf der Terrasse bald wieder aufgenommen werden kann. Viele Familienfeiern werden im Strandbad Nummer 1 veranstaltet. Die sind bis auf Weiteres abgesagt. Für den Schwimmbetrieb im Naturbad sehen sie noch keine Lösung. 

Wallenstein: Hygienekonzept fürs Restaurant Strandbad

Petra Zinn hat sich Gedanken über ein Hygienekonzept für die Öffnung des Restaurants gemacht. Dies könne zunächst allein auf der Terrasse mit der halben Anzahl der Plätze und dem nötigen Abstand möglich sein. Die Plätze würden nur nach telefonischer Vorbestellung im Zweistundentakt vergeben. 

Petra Zinn.

„Wir möchten keinen wegschicken und so hat jeder die Garantie auf einen Platz“, sagt Zinn. Die Bestellungen sollen am Fenster am Eingang aufgegeben werden und die Getränke müsste jeder selbst zum Tisch mitnehmen. Die Gerichte würden serviert.

Es werde kein Faßbier ausgeschenkt und alle benutzten Gläser kämen gleich in die Spülmaschine. Die Toiletten würden jede Stunde desinfiziert. Es dürfe nur je ein Gast zur gleichen Zeit die sanitären Einrichtungen benutzen. Das Personal muss Mundschutz tragen. Aber erst einmal müsse dies alles auch erlaubt werden.

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Der Wildpark Knüll ist ab Donnerstag, 7. Mai, wieder regulär geöffnet (täglich 9 bis 19 Uhr). Alle Tiere sind laut Leiter Dr. Wolfgang Fröhlich zu sehen.

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