Frischlinge, Lämmer und Co.

Wildpark Knüll lockt derzeit mit viel Nachwuchs

Kuscheln mit Mama: Die kleinen Frischlinge werden von den Bachen im Park stark beschützt.

Homberg. Lämmer, Fohlen, Ziegen und weitere Jungtiere sind im Homberger Gehege zu sehen. Für den Leiter Dr. Wolfgang Fröhlich ist das die "schönste Zeit im Park".

Im Wildpark Knüll gibt es wieder tierischen Nachwuchs zu bestaunen. Seit einigen Wochen bewohnen 14 Frischlinge, acht Lämmer, acht Zwergziegen, zwei Mufflon-Wildschafe und vier Tarpane die Gehege.

Wegen Überfüllung schließen muss der Wildpark jedoch nicht. „Platz haben wir immer genug“, sagt Wildparkleiter Dr. Wolfgang Fröhlich. Die Zahl der Tierbabys sei im normalen Bereich, da gebe es meist relativ geringe Schwankungen. „Das ist mit die schönste Zeit im Wildpark“, sagt Fröhlich. Es sei immer wieder erstaunlich zu sehen, wie aus einem kleinen Frischling ein stattlicher Keiler oder eine Bache wird.

Seit Anfang März sind 14 Frischlinge dazu gekommen. Eine Bache kann etwa sechs bis acht Junge bekommen, und zwar meist im Zeitraum von März bis April.

Der Nachwuchs ruht sich auch gerne mal auf dem Rücken der Mutter aus. „So suchen sie körperliche Nähe“, erklärt Fröhlich. „Bei der Mutter fühlt man sich immer noch am wohlsten, das ist bei Wildschweinen, Affen oder Menschen nicht anders.“

Solange die Frischlinge noch klein sind, haben ihre Mütter auch ein genaues Auge auf sie. „Sie können sehr gefährlich werden, da der Beschützerinstinkt groß ist“, erklärt Fröhlich. Einem Wildschweinrudel sollte man dann nicht zu nahe kommen.

Viel Nachwuchs heißt jedoch nicht automatisch mehr Arbeit für die Pfleger, erklärt Fröhlich. Natürlich gebe es mehr Kot zu entsorgen, außerdem müsse man die Jungen genau beobachten. „Wenn mehr Tiere da sind, ist auch die Wahrscheinlichkeit höher, dass mal eines krank wird.“ Die meiste Arbeit erledigen jedoch die Mütter selbst, schließlich werden die Tierbabys in den ersten Wochen auch von ihnen ernährt.

Reibungslose Geburten

Die Geburten verliefen in diesem Jahr bislang reibungslos, so Fröhlich. „Geburtshilfe ist selten notwendig und wenn dann nur bei Haustierarten wie den Schafen, Ziegen oder Pferden.“ Wenn es beispielsweise zu einer Sturzgeburt kommt, müsse ein Tierarzt manchmal nachhelfen. Dies sei dieses Jahr jedoch nicht notwendig gewesen.

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