Folgen der Corona-Pandemie

Es fehlen die Helfer: Hohe Nachfrage nach Schwimmkursen bei der DLRG Homberg

Braucht Unterstützung bei den Schwimmkursen: Dieter Kirchner bietet seit Jahrzehnten Kurse an. Er und Kollegin Judith Stark können die Nachfrage aber nicht mehr bedienen.
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Braucht Unterstützung bei den Schwimmkursen: Dieter Kirchner bietet seit Jahrzehnten Kurse an. Er und Kollegin Judith Stark können die Nachfrage aber nicht mehr bedienen.

Die Schwimmlehrer in Homberg stehen in dieser Saison vor einem Riesenproblem: Sie können den Bedarf an Schwimmkursen kaum decken, es fehlen Helfer. 

Homberg – Allein in der Kreisstadt stehen aktuell 70 Kinder, die schwimmen lernen möchten, auf der Warteliste. Geschlossene Hallenbäder und schlechte Wetterbedingungen erschweren die Ausbildung zusätzlich.

Die Stadt Homberg versucht bereits, gegenzusteuern und öffnet das Bewegungsbad in Hülsa nicht wie sonst erst in den Herbstferien, sondern bereits zum 1. September.

So soll die Schwimmkurs-Saison zumindest etwas verlängert werden. Und dennoch: Es gibt nur zwei Trainer in der Kreisstadt, die die nötige Ausbildung besitzen und überhaupt Kurse geben dürfen. Judith Stark und Dieter Kirchner, 1. und 2. Vorsitzende der DLRG Homberg, sind mit Helfern insgesamt sechs Mal in der Woche im Einsatz.

Hohe Nachfrage nach Schwimmkursen: Bereits 70 Kinder auf der Warteliste

Das reicht aber lange nicht aus, um die Nachfrage zu decken. „Normalerweise geht es jetzt erst los mit Anmeldungen für den Herbst. Jetzt sind aber schon 70 Kinder auf der Warteliste“, sagt Stark. Das Problem: Durch die Coronapandemie konnten im vergangenen Jahr nur wenige bis keine Kurse angeboten werden. All jene Kinder kommen in diesem Jahr noch zusätzlich hinzu.

Insgesamt zwei Ausbildungsjahre seien ausgefallen. „Wir haben zwar immer wieder angefangen, mussten aber auch immer wieder aufhören“, sagt Stark. Kinder, die im März einen Schwimmkurs besuchten, hätten im Sommer wieder bei Null anfangen müssen. „Wen sie nicht schwimmen, verlernen sie die Technik schnell.“

Stark und Kirchner bieten sechs Kurse in der Woche an. Die 1. Vorsitzende übernimmt die Crashkurse, die vier bis fünf Mal wöchentlich stattfinden, sogar samstags wird inzwischen trainiert. Kirchner bietet einen Schwimmkurs in der Woche an.

Hohe Nachfrage nach Schwimmkursen: In Homberg gibt es nur zwei Trainer

Etwa acht Kinder pro Kurs mit zwei Helfern sind möglich. Sie besuchen das Training etwa zweieinhalb Wochen, danach startet die nächste Ausbildung. Zusätzlich bietet die DLRG vier Schwimmgruppen vom Grundschulalter bis zum 16. Lebensjahr eine Ausbildung an. Denn mit dem Seepferdchen könne ein Kind noch lange nicht schwimmen, sagt Kirchner. Erst die Abzeichen Bronze, Silber und Gold zeichneten sie als sichere Schwimmer aus.

Das Engagement der Trainer ist riesig. Mehr kann das Team jedoch nicht leisten. „Uns fehlt Unterstützung“, sagt Kirchner. Denn die Kinder anleiten dürften nur Stark und Kirchner, die Helfer sind als Aufsichtspersonen mit im Wasser. Der Homberger DLRG mangelt es an Trainern, die Kurse selbst übernehmen könnten. „Dabei wollen wir aufholen und helfen, die Zahl der Nichtschwimmer zu reduzieren“, so der 2. Vorsitzende.

Kontakt: Wer einen Trainerschein besitzt und die DLRG Homberg bei den Kursen unterstützen möchte, kann sich per E-Mail bei Judith Stark melden. Auch Anmeldungen zu Schwimmkursen sind so möglich: 1.VS@homberg-efze.dlrg.de. (Chantal Müller)

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