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„Machwerk“ in Homberg lädt zu neuen Angeboten

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Von: Maja Yüce

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Laden zum Mitmachen ein: Johannes Kramarek und Marcel Buchspieß.
Laden zum Mitmachen ein: Johannes Kramarek und Marcel Buchspieß. © Michael Meinicke

Es ist mehr als eine Werkstatt, die für alle offen ist – mitten in Homberg: Das Machwerk. Jetzt startet die Altstadt-Werkstatt in ihr zweites Jahr.

Homberg – Es ist mehr als eine Werkstatt, die für alle offen ist – mitten in Homberg: Das Machwerk. Jetzt startet die Altstadt-Werkstatt, die von den Akteuren des „Summer of Pioneers“ gegründet wurde in ihr zweites Jahr. Mittlerweile ist aus dem außerschulischen Lernort für Kinder und Jugendliche ein offenes Angebot für alle Homberger geworden, erklärt Johannes Kramarek von den Pionieren.

Die Räume

„Schüler finden dort nicht nur Werkzeuge und Materialien für den Werkunterricht. Die Räume bieten auch den perfekten Rahmen für Berufsorientierungsangebote und Praxisworkshops“, so Kramarek. Auch Handarbeits- und Malangebote gibt es. „Die Holzwerkstatt wird für Selbstmacher-Projekte genutzt“, erklärt er.

„Machwerk“ in Homberg mit neuen Angeboten

Die Idee

Die offene Altstadt-Werkstatt starte mit neuer Kraft und erweitertem Angebot ins zweite Jahr. Neben außerschulischen Angeboten an den Vormittagen sollen neue Angebote und Workshops die Idee der offenen Werkstatt weiter beleben und das „Machwerk“ als Treffpunkt, Möglichkeitsraum und Macher-Ort noch attraktiver machen.

Der neue Werkstattleiter Marcel Buchspieß wolle die Idee der offenen Werkstatt noch mehr mit Leben füllen: „Das Machwerk soll zu einem Ort der Begegnung werden, der allen Generationen und Kulturen zum Experimentieren, Werken, Gestalten, Reparieren und Lernen offen steht.“

Die Macher

Jeder kann zum Macher werden, denn: Um die Angebote in die Tat umsetzen zu können, braucht es nicht nur Ideen, sondern auch Menschen, die ihr Wissen und ihre Erfahrung an andere weitergeben. Deshalb freue man sich über alle, die sich einbringen.

Homberg: „Werkbank-Gespräche“ sollen regelmäßig im „Machwerk“ stattfinden

Die Formate

Eines der neuen Angebote sind die „Werkbank-Gespräche“, die ab Juli regelmäßig im „Machwerk“ stattfinden sollen. Motto: „So hab’ ich das noch nicht gesehen.“ Mit dem neuen Format wolle man das „Machwerk“ noch weiter öffnen. „Als Forum für neue Ideen. Als Treffpunkt für Macher, Akteuren, Unternehmer, Handwerker, Umgestalter und Visionäre. Für Menschen, die etwas bewegen wollen. Die sich aktiv mit den Themen unserer Zeit auseinandersetzen“, erklärt Kramarek.

Gezielt ansprechen wolle man Menschen, die über den Tellerrand blicken. „Die nicht nur reden, sondern einfach machen. Die fürs Selbermachen plädieren, Angeln als Bereicherung sehen, Corona als Stärkung nutzen, oder, oder, oder“, so Kramarek. Geplant ist das neue Format als etwa 15-minütiger Vortrag eines Impulsgebenden mit anschließender Diskussion bei Abendbrot und Feierabendbier, jeden zweiten Mittwoch im Monat.

Das erste Mal

Erster Termin der neuen Reihe ist am Mittwoch, 13. Juli, 19 bis 21 Uhr. Werkbank-Gespräch: Die Magie der ersten Male – oder, warum wir öfter Neues probieren sollten, Ort: „Machwerk“ in der Untergasse 6 in Homberg. Impulsgeberin Katharina Heckendorf spricht an der Werkbank über die Magie der ersten Male und plädiert dafür, öfter Neues auszuprobieren. Zum ersten Mal kaputte Kopfhörer reparieren, ein altes Möbel restaurieren, Gemüse anpflanzen. Und zwischendurch: scheitern.

„Wir leben in einer Welt, in der alles immer verfügbar ist. Neu kaufen ist einfacher, als Altes zu reparieren“, sagt Katharina Heckendorf. Sie ist Journalistin und Moderatorin. Aktuell saniert sie mit ihrer Familie einen maroden, denkmalgeschützten Fachwerkhof in Nordhessen. Im Zeit-Magazin berichtete sie über die ersten Monate der Sanierung „Ein Traum vom Landleben, begraben unter Schutt“. (Maja Yüce)

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