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Sanierung des Damenstifts Wallenstein schreitet voran

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Von: Lea Beckmann

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Ein Baugerüst ist schon zu sehen: Das Damenstift Wallenstein am Homberger Busbahnhof wird von der kbg saniert.
Ein Baugerüst ist schon zu sehen: Das Damenstift Wallenstein am Homberger Busbahnhof wird von der kbg saniert. © Lea Beckmann

Das Damenstift Wallenstein am Homberger Busbahnhof wird saniert. Mit einem neuen Verbindungsbau zum Jobcenter soll dieses erweitert werden.

Homberg – „Das Gebäude ist mittlerweile komplett entkernt“, sagt Stefan Fennel, Vorstand der Kraftstrombezugsgenossenschaft (kbg). Die Rede ist vom Damenstift Wallenstein am Homberger Busbahnhof.

Die kbg hatte das Gebäude von der Stadt gekauft. Derzeit wird es saniert. Im Anschluss soll ein Verbindungsbau zum danebenliegenden Jobcenter entstehen. Somit wird das Jobcenter erweitert und den Mitarbeitern stehen mehr Büroräume zur Verfügung. Die Entkernungsarbeiten haben im Sommer dieses Jahres begonnen. Ende 2023 sollen die Arbeiten am Damenstift und dem Verbindungsbau abgeschlossen sein.

„Unser Zeitplan hat sich geringfügig nach hinten verschoben“, sagt Fennel. Aber das sei nicht von Bedeutung. „Bei solchen Bauvorhaben könne es immer mal zu einer Verschiebung kommen. Im Sommer wurde bewusst länger mit den Ausschreibungen gewartet, da zu der Zeit viele Firmen überlastet waren. Dazu habe auch der Architekt Christian Gerlach vom Architekturbüro Gerlach Architekten aus Fritzlar geraten

Damenstift Wallenstein in Homberg: Verbindungsbau zum Jobcenter geplant

Nun sind die Ausschreibungen durch, das Warten habe sich also gelohnt. Bei der Vergabe von Aufträgen habe die kbg darauf geschaut, dass es sich um ortsansässige beziehungsweise Firmen aus der näheren Umgebung handele.

Als Nächstes stehen nun die Arbeiten am Giebel an. Der Vorsprung an der Hausseite des Damenstifts, die zum Jobcenter steht, muss abgerissen werden. „Sonst bekommen wir den Verbindungsbau nicht zwischen die Häuser gesetzt“, sagt Fennel. Wenn der Neubau steht, soll der Giebel bis zum Verbindungsbau wieder aufgebaut werden. „Dafür verwenden wir möglichst die alten Materialien“, so der kbg-Vorstand. Mit dem Abbruch des Giebels soll demnächst begonnen werden. Das Baugerüst steht an dieser Stelle schon. Zudem sollen vor Weihnachten die Erschließungsarbeiten bei der Entwässerung getätigt werden. Und der Blitzschutz soll installiert werden.

Nach dem Umbau wird das Damenstift in den Innenräumen anders aussehen

Anfang 2023 beginnen dann die Rohbauarbeiten. „Damit hätten wir auch jetzt schon anfangen können, doch wir wollten Weihnachten abwarten“, sagt Fennel. Denn: Für diese Bauarbeiten werde ein Kran benötigt, der dann in der Freiheiter Straße stehen werde, und wenn die Baustelle über Weihnachten ruhe, dann stehe der Kran unnötig den Bewohnern im Weg. Der Kran wird für die Betonfertigteile des Neubaus benötigt.

Da das Damenstift entkernt wurde, wird es in den Innenräumen am Ende komplett anders aussehen: Wände werden entfernt oder versetzt, der Boden wird teilweise angehoben und es gibt komplett neue Fenster. Das Dach soll allerdings so bleiben, da es denkmalgeschützt ist. Die Fassade werde nur neu gestrichen und die Treppe im Inneren soll auch erhalten bleiben. „Die historische Treppe wird nur aufgearbeitet“, sagt Fennel. Die kbg habe sich zudem für Pelletheizungen entschieden. „Die sind natürlich teurer, doch weiß man nicht, wie es mit dem Erdgas weitergeht“, erklärt Fennel. Und Wärmepumpen seien schwierig zu installieren.

Wenn die Arbeiten am Damenstift und dem Neubau abgeschlossen sind, wird das Jobcenter etagenweise saniert und die Mitarbeiter ziehen in das Damenstift. Der Gesamtkomplex des Jobcenters soll im Sommer 2024 fertig sein. Insgesamt kostet das Projekt 5,4 Millionen Euro. „Wir haben einen langfristigen Mietvertrag mit dem Jobcenter abgeschlossen, damit sich die Arbeiten für uns rechnen“, so Fennel. (Lea Beckmann)

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