Toll, wenn wenig los ist

Schwimmbadtest in Holzhausen/Hahn: Dort lässt sich in Sicherheit baden

Die  Bahnen im Edermünder Freibad.
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Besonders toll ist es im Edermünder Freibad, wenn weniger los ist. Nur dann kann man auch ungestört seine Bahnen ziehen.

Sommer, Sonne, Strand – das wird in Coronazeiten für viele Menschen nichts. Das kühle Nass genießen geht trotzdem – in einigen Bädern des Kreisteils Fritzlar-Homberg zum Beispiel. Wir haben sie getestet, diesmal das Edermünder Freibad in Holzhausen/Hahn.

Der dritte Stopp unseres Schwimmbadtests führt unseren Tester Philipp Lorenz in das Edermünder Freibad nach Holzhausen/Hahn.

Eingang/Ticketverkauf

Am Edermünder Freibad in Holzhausen/Hahn weisen schon ab der Parkfläche Bodenmarkierungen den Weg zur Schwimmbadkasse. Dabei ist die Laufrichtung vorgeschrieben, um den Kontakt der Badegäste untereinander zu vermeiden.

An der Schwimmbadkasse angekommen, sind Eingang und Ausgang durch Absperrungen voneinander getrennt. An der Kasse lässt sich der Eintritt mit Bargeld bezahlen. Eine Online-Lösung für den Kartenkauf gibt es für das Freibad in Edermünde nicht. Auch ist der Verkauf von Dauerkarten für diese Saison ausgesetzt. Dafür ist es möglich, Zehnertickets zu kaufen. Beim Betreten und Verlassen des Bades sowie innerhalb von Gebäuden und am Kiosk ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Ausgenommen davon sind Kinder unter sechs Jahren. Maximal 500 Badegäste dürfen sich gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten.

Sorgt auch für Sicherheit: Jürgen Mertsch, Fachangestellter für Bäderbetriebe, im Freibad in Holzhausen/Hahn. 

Umkleide und Duschen

Alle Warmduschen und Schließfächer sind geschlossen. Es besteht lediglich die Möglichkeit, sich an einer Kaltdusche im Freibereich abzubrausen.

Die Zahl der Umkleiden ist etwa auf ein Drittel reduziert. Die geöffneten Umkleiden bieten die Möglichkeit sich unkompliziert umzuziehen.

Vom Schwimmbad-Team wurde ein Mitarbeiter abgestellt, der damit beauftragt ist, die Umkleiden und alle weiteren relevanten Flächen mehrmals pro Stunde zu desinfizieren. Die Eingangstüren zum Gebäude der Umkleiden und Duschen sowie alle Fenster sind geöffnet, wodurch ein stetiger Luftzug durch das Gebäude weht.

Liegeflächen

Auf der großen Liegefläche darf man sich ausbreiten, wo man möchte. Es gibt dort auch keine vorgeschriebene Laufrichtung. Die Bepflanzung auf der Wiese und deren Weitläufigkeit ermöglichen es problemlos, den vorgeschriebenen Abstand von 1,50 Metern zum Nachbarn einzuhalten und immer ein schattiges Plätzchen zu finden. Übersichtliche Aushänge und Aufsteller informieren die Gäste auf dem Gelände über die Hygieneregeln und Verhaltensrichtlinien.

Schwimmen

Das Schwimmbecken ist nur über einen Zugang zu erreichen. Alle anderen Eingangsmöglichkeiten sind abgesperrt. Persönliche Gegenstände darf man nicht auf den Ruhebänken ablegen.

Die Anzahl der Badegäste im Becken ist auf maximal 100 Personen begrenzt, da auch im Wasser das Abstandsgebot von 1,50 Metern eingehalten werden muss.

Damit die Schwimmmeister überblicken können, wann die Personenobergrenze erreicht worden ist, werden am Zugang orangefarbene Silikonarmbänder an die Schwimmer verteilt. Diese Bänder liegen in einer Desinfektionslösung und können locker um das Handgelenk getragen werden. Beim Verlassen des Beckens werden die Bänder wieder in die Desinfektionslösung zurückgelegt. Nach dem Baden ist der Beckenbereich umgehend zu verlassen. Weil das Becken eher klein ist, könnte es bei vielen Schwimmern schwierig sein, in Ruhe seine Bahnen zu ziehen. Die Schwimmbereiche sind nicht etwa durch Leinen abgetrennt. Einen Sprungturm gibt es nicht. Es gibt aber eine kleine Edelstahlrutsche im Nichtschwimmerbereich, auf der gerutscht werden darf. Allerdings ist die Rutsche nicht mit den großen Rutschen, wie es sie in Fritzlar und Homberg gibt, zu vergleichen. Das Planschbecken ist geöffnet.

Außerhalb des Beckens

Der Spielplatz und das Beachvolleyballfeld können genutzt werden. Eltern sind hier angewiesen auf die Einhaltung des Mindestabstandes zwischen den Kindern zu achten. Auf dem Beachvolleyballfeld ist auch während des Spiels eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen – und Abstand zu halten. Der Kiosk ist geöffnet.

Er hat auch das Freibad in Edermünde für die HNA getestet: Schwimmer Philipp Lorenz. 

Fazit

Das Freibad eignet sich für alle, die sich im Wasser abkühlen wollen, aber nicht unbedingt auf Sprungtürme oder große Rutschen wollen.

Auch ist es nur dann möglich, ungestört seine Bahnen zu ziehen, wenn wenig los ist, da keine Leine gezogen ist, die die Bahnen einteilt. Stattdessen gibt es eine Querleine mitten im Becken (als Trennung zwischen Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich), die den Schwimmbetrieb von Wand zu Wand allerdings erschwert. Das ist schade. Hinzu kommt, dass die Größe des Beckens nur für eine geringe Anzahl an Badegästen – unter Berücksichtigung des Abstands – ausgelegt ist. Besonders sauber sind die Umkleidekabinen und Gebäude. Der leichte Duft von Desinfektionsmittel in der Luft erinnert daran, dass die relevanten Flächen mehrmals pro Stunde gereinigt werden. Das sorgt in Coronazeiten für das Gefühl, in Sicherheit zu baden.

Ergebnis: Das Edermünder Freibad bekommt drei von insgesamt fünf Badeenten.

Auch im Fritzlarer Eder-Auen-Erlebnisbad,im Niedensteiner Hallenbad,dem Freibad Am Erleborn in Homberg und im Terrano-Naturbad in Gudensberg war unser Tester.

Von Philipp Lorenz

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